Leserbrief

Auf in den Kampf, Schultes und Stadträte !

01.02.2012

Unmittelbar an der Grenze des Truppenübungsplatzes Heuberg befindet sich die Höhe Kählesbühl, 972,6 Meter über NN (bundeseigen). Die Höhe Weichenwang misst 988,5 Meter. Wegen der Strahlenbelastung muss daran erinnert werden: Am Weichenwang ist unsere Wohnbebauung auf ca. 300 Meter herangerückt. Die Entfernung vom Kählesbühl zu unserer Wohnbebauung beträgt ca. 900 Meter !

Der Kählesbühl befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Bunker „Martin“. Mindestens Teile der dort oberirdisch vorhandenen „Infrastruktur“ könnten sicher für den Betrieb einer Radaranlage genutzt werden ?

Die Höhendifferenz von knapp 16 Metern sollte mit heutigen Mitteln und Möglichkeiten kein ernsthaftes Problem darstellen, die Radar-Anlage dorthin umzusiedeln. Dorthin gehören Radome und Antennen. Falls es nicht anders geht, mit dem Abbruchmaterial von zwei oder drei Truppenunterkünften würde man meiner Meinung nach die Höhe 988 Meter erreichen. Denselben Effekt könnte man auch mit den Resten von zwei oder drei „Zwölferblöcken“ aus der Wohnsiedlung Bueloch erzielen.

Schließlich sei daran erinnert, dass beim Standort des Bunkers seinerzeit „Gelände bundeseigen“ die entscheidende Rolle gespielt hat. In Frage zu stellen, die Höhe 972,6 Kählesbühl sei keine „exponierte Erhebung“, ist keine glaubhafte Darstellung unseres Verteidigungsministers. Ach wäre das schön, auf unserem Weichenwang wieder nichts als das Dreibein eines trigonometrischen Punktes zu haben ! Diese Umsiedlung muss das erste „Konversionsziel“ unseres Gemeinderats sein ! Auf in den Kampf, Schultes und Stadträte ! Auf in den Kampf, Politiker !! Auf in den Kampf, Naturschützer ! Jetzt sind Leute gefragt, die Nägel mit Köpfen hinbringen.

Alfred Eppler,
Höhenweg 9, Meßstetten