Spielen trotz Baustelle

Sanierung: Lautlinger Kindergarten stellt Weichen für eine Kinderkrippe

Albstadt-Lautlingen, 01.02.2012

Anzeige
Im katholischen Kindergarten St. Michael in Lautlingen läuft die Sanierung auf Hochtouren. Anschließend wird hier eine Kinderkrippe eingerichtet werden. Im Juli soll die große Einweihungsfeier stattfinden.

Seit April vergangenen Jahres wird im katholischen Kindergarten St.Michael in Lautlingen renoviert. In zwei Bauabschnitten wird das Gebäude komplett saniert. Unter anderen werden Maßnahmen zur Wärmedämmung umgesetzt sowie neue Fenster, Lichter, Heizkörper installiert und Böden verlegt. Auch eine neue Küche wurde eingebaut.

Die Arbeiten erfolgen während des laufenden Betriebs, daher war eine Abstimmung mit dem Architekten zwingend erforderlich. „Es mussten ja Sicherheitsmaßnahmen ergriffen werden“, erklärt Nicole Oßwald, Leiterin des Kindergartens. Die Kinder sollten schließlich nicht auf der Baustelle spielen und sich dabei verletzen können. Somit wurden sichere Absperrungen und neue Trampelpfade angelegt, die den Kindern einen sicheren Zugang zum Eingangsbereich gewähren.

Die erste Bauphase ist bereits vollendet. Im hinteren Teil des Gebäudes sind die Sanierungsarbeiten abgeschlossen. Neben den Grundmaßnahmen wurde hier der Eingangsbereich erneuert und nach hinten verlegt. Auch das neue Küchenareal ist hier beheimatet. Die 37 Kinder verbringen derzeit ihre Tage in diesem Teil des Gebäudes, während sich der vordere Teil in der zweiten Bauphase befindet. Hier steht vor allem die Einrichtung einer Kinderkrippe im Vordergrund. Ab dem kommenden Sommer soll es hier Platz für etwa zehn Kinder ab dem ersten Lebensjahr aus ganz Albstadt geben. Da das Kindergartengebäude bei seiner Eröffnung noch für vier Gruppen eingerichtet worden war, die zunehmend sinkenden Kinderzahlen die Gruppen jedoch auf zwei dezimiert haben, waren diese Räumlichkeit zuletzt „notgenutzt“. Sie dienten als zusätzliche Spiel- und Bewegungsräume. Da diese Räumlichkeiten vorhanden waren, erklärte man sich bereit, eine Kinderkrippe einzurichten. In Zukunft wird der Gebäudeteil neben einer größeren Garderobe, die Stellplätze für Kinderwägen bieten soll, auch eine Wickelstation und einen Ruheraum mit Betten beherbergen. Die Kinder sollen dort einen Platz zum Schlafen und Ausruhen finden. Darüber hinaus wird der Spielbetrieb dem Alter der Kinder angepasst: Der Spielbereich wird vornehmlich auf den Boden verlegt, und speziell ausgebildetes Personal wird die Betreuung übernehmen.

Auch der durch die Gebäudearbeiten in Mitleidenschaft gezogene Außenbereich mit Spielplatz wird nach Abschluss der Sanierung wieder neu hergerichtet. „Wir hätten am liebsten ein neues Gebäude gebaut, das war finanziell aber einfach nicht möglich“, sagt Jürg Salat, zweiter Vorsitzender des Kirchengemeinderates. Die Sanierungskosten belaufen sich auf insgesamt 700 000 Euro. Die katholische Kirche hat die Trägerschaft und stellt 100 000 Euro aus eigenen Mitteln zur Verfügung. Der Restbetrag wird durch die Stadt Albstadt und Fördermittel von Bund und Ländern finanziert.

Optionen

Bilder (2)

Schlagworte

Ähnliche Artikel

Anzeige
Anzeige

PROBE LESEN

Der ZAK bei Facebook