Leserbrief
Auch die Eltern sollen einbezogen werden
31.01.2012
An der GWRS Frommern fand die Elternbeiratssitzung mit Aufklärung durch Herrn Raff vom staatlichen Schulamt Albstadt und Schulleiter Herrn Flockerzie am 11. Januar statt. Bereits zum 16. Januar, also fünf Tage später, musste unser Ergebnis formuliert bei der Stadt Balingen vorliegen. An der GWRS Frommern fand aus Zeitknappheit keine Elternkonferenz zum aktuellen Thema statt, nach meinem Kenntnisstand ebenso wenig an der Realschule.
Mit 20 zu 5 Stimmen gab es in der Elternbeiratssitzung der GWRS Frommern ein eindeutiges Ergebnis für den Schulverbund. Leider vermisste ich bei der Abstimmung im Ortschaftsrat Frommern die Berücksichtigung unserer Elternbeiratsentscheidung. Obwohl unsere GWRS fast doppelt so viele Kinder als die Realschule hat, wurde hier einseitig gewichtet. Ist es nicht so, dass die Kinder der Grundschule Frommern zu einem großen Teil die zukünftigen Realschulkinder sein werden und somit die direkt Betroffenen sind? An den Gegenargumenten der Realschule blieb mir die Sachlichkeit verborgen, vielmehr scheinen sie mir an der Person der Schulleitung festgemacht zu sein.
Im Zuge des Schulverbunds werden die Schulleitung und beide Konrektorenstellen neu ausgeschrieben. Die durch das Ausscheiden von Herrn Haueisen nun bestehende Situation ist in dieser Form einmalig und sollte dringend genutzt werden. Ohne offene, gemeinschaftliche Diskussions- und Informationsrunde unter fachkundiger Anleitung kann keine zukunftsweisende Entscheidung für alle betroffenen Kinder und Eltern herbeigeführt werden. Dieses „Einbeziehen“ aller Eltern und der interessierten Bevölkerung würde ich mir vor einer Entscheidung pro oder contra Schulverbund und vor allem vor der Neubesetzung der Rektorenstelle an der Realschule wünschen. Schließe keine Tür, die du vielleicht noch einmal öffnen möchtest, lehne sie nur an. Liebe Gemeinderatsmitglieder: Geben sie dem Schulverbund und den Eltern ein halbes Jahr Zeit, um die derzeit bestehenden Differenzen auszuräumen. Wir Eltern und Kinder teilen ein Schulzentrum, ein Schwimmbad, eine Sporthalle, eine Küche... Mit der „Schaffung“ von Tatsachen legen Sie keine gute Diskussionsgrundlage. Ich hoffe auf eine Abstimmung, die alle Möglichkeiten offen lässt: Erst Gespräche, dann eine Entscheidung.
Nathalie HahnBalingerstraße 30, Frommern
