Bärenstarkes Schlussdrittel
Eishockey-Landesliga: Bittere Pleite
Balingen, 30.01.2012
Große Namen standen am Samstag auf dem Balinger Eis. Im Schwenninger Kader fanden sich ehemalige Bundesliga- und sogar ein Nationalspieler wieder. Von Beginn an zeigte sich die Startruppe aus der Eishockey-Hochburg aktiver und spielte forsch nach vorne. So fiel das 1:0 durch Sasha Milovanovic, der beim SERC Schwenningen schon Bundesliga-Erfahrung gesammelt hatte, in der dritten Spielminute nicht überraschend. Schon zuvor ergaben sich, bedingt durch teilweise fahrlässiges Abwehrverhalten der Balinger, gute Chancen für den FSV.
Drei Minuten später wurde Routinier Frank Ebner bei einem der seltenen Balinger Angriffe im ersten Drittel, nach toller Puckmitnahme mit der Kufe, jedoch rüde gestoppt. Das teilweise überharte Spiel der „Fighting Boys“, wie sich die Schwenninger auch nennen, sollte auch den Rest der Partie prägen. Nach dem frühen Rückstand konnten sich die Gastgeber nur mit Mühe aus der eigenen Hälfte befreien. Das Tor von Julius Schwarz stand anfangs unter Dauerbeschuss. Der junge Torhüter verhinderte jedoch glänzend einen höheren Rückstand. Nach 17 Minuten sorgte ein Entlastungsangriff von Eisbär-Kapitän Kevin Rummel beinahe für den Ausgleich, seine Volleyabnahme aus fünf Metern hielt der Ex-National-Keeper Matthias Hoppe mit einem sensationellen Reflex – und das mit 53 Jahren. Im Gegenzug passte Milovanovic hinter dem Tor hervor auf Robert Brezina, Rekordtorschütze der zweiten Bundesliga, dieser netzte zum 2:0 ein. Eine Minute später erhöhte Milovanovic auf 3:0.
Ins Mitteldrittel starteten die Eyachstädter deutlich engagierter und hatten bereits in vier Minuten mehr Chancen als im gesamten ersten Drittel, scheiterten aber oft glücklos oder am glänzenden Hoppe. Zu allem Überfluss liefen sie in der 24. Minute in einen Konter, den Milovanovic eiskalt verwandelte. Es war der erste gute Angriff der Gäste im Mitteldrittel. Drei Zeigerumdrehungen später setzte Marin Kusenic mit dem 5:0 noch einen drauf. Die Balinger gaben sich aber weiterhin nicht auf. Die beste Chance bot sich Kevin Rummel, der Hoppe umspielte, und aufs leere Tor schoss, jedoch am zu spitzen Winkel scheiterte. Nach 36 Minuten traf Gogoll schließlich ins Gästetor, jedoch wurde der Treffer nicht gegeben, da das Tor zuvor verschoben worden sein soll.
Im letzten Drittel erhöhten die Gäste abermals durch den zweiten Kusenic-Treffer (47.) und eine erneute Koproduktion von Vorlagengeber Milovanovic und Brezina (50.). Dann aber fielen auch endlich Balinger Treffer. Vom Anspiel nach dem 0:7 weg erzielte Ebner das erste Eisbären-Tor. Drei Minuten darauf hatte Marcel Schneider Hoppe schon geschlagen, verstolperte jedoch vorm leeren Tor. Besser machten es Markus Rummel mit einem Abstauber nach Schuss von Marc Haudek, Gogoll der aus spitzem Winkel traf, und Topscorer Dennis Steinhauer, der nach Haudeks Pfostentreffer nur noch einschieben musste. Sie erzielten zwischen Minute 55 und 57 drei Tore und machten die Endphase noch einmal spannend. Das Tor in der Schlussminute von Haudek, welches sogar in Unterzahl gelang, reichte aber nur noch zum 5:7. „Wir stecken vielleicht in einer kleinen Formkrise, aber da kommen wir raus“, gibt sich Eisbären-Coach Günter Schmidt optimistisch: „Wir sind heute schlecht ins Spiel gekommen, weil die Einstellung nicht gestimmt hat. Im zweiten Drittel hatten wir aber schon gute Chancen, und im Schlussdrittel haben wir dann richtig gezeigt, was wir drauf haben.
