Härtetest aus Ulm
Volleyball-Regionalliga: TSV mit neuem Selbstbewusstsein
Burladingen, 28.01.2012 von Frank D. Engelhardt
Am Samstag ist die Negativserie des TSV Burladingen in der Regionalliga Süd der Damen endlich zu Ende gegangen. Zehn Niederlagen in Folge nach einem so erfolgsversprechenden Saisonauftakt gegen Schmiden war hart – für Spielerinnen, Trainer und Anhänger gleichermaßen.
Der Befreiungsschlag beim SVK Beiertheim, einem direkten Konkurrenten um den Ligaverbleib, war immens wichtig. „Der Erfolg hat richtig gut getan, das ist auch im Training spürbar. Die Atmos-?phäre auf dem Spielfeld ist einfach lockerer“, bestätigt TSV-Trainer Philipp Kurz und ergänzt: „In Beiertheim haben wir uns selbst für die viele harte Arbeit in den letzten Wochen belohnt.“
Lange ausruhen können sich die Fehlastädterinnen allerdings nicht auf ihrem Triumph. Denn bereits am Sonntag steht das nächste Spiel an. Gäste in der Trigema-Arena sind die Damen des SSV Ulm. Die Domstädter stellen eines der körperlich größten und stärksten Teams der Liga. Von der physischen Überlegenheit der Ulmerinnen konnte sich das Burladinger Team bei seinem Gastspiel in der Hinrunde selbst überzeugen. Allerdings musste der sonst so stark auftretende SSV am Wochenende eine herbe Klatsche einstecken. Die VSG Mannheim DJK/MVC, derzeit nur zwei Plätze vor dem TSV auf Platz sechs der Tabelle geführt, strafte Nachlässigkeiten ihrer Gastgeber schonungslos ab und entführte die Punkte aus der Donaustadt. Wie die Ulmerinnen die 0:3-Heimpleite verdaut haben, wird sich morgen Nachmittag ab 15 Uhr zeigen.
Gegen Burladingen ist Ulm jedenfalls klarer Favorit. „Wir gehen von einem Ausrutscher aus“, meint Kurz und sieht den SSV nicht in einer Formkrise. „Uns geht es erst einmal darum, unser Spiel aufziehen zu können und uns so teuer wie möglich zu verkaufen“, erläutert der Burladinger Coach. Helfen könnten hierbei auch die eigenen Anhänger, an die 130 werden bei jedem Heimauftritt der Fehlastädterinnen gezählt. „Wir haben ein treues Stammpublikum und spielen damit in der Liga ganz vorne mit“, ist Kurz voll des Lobes für den Support aus der eigenen Heimat.
Beim Tabellenletzten VfR Umkirch gingen derweil die Lichter für Trainer Peter Martin aus. In der Winterpause wurde er von Norbert Schupritt abgelöst. Der neue VfR-Coach hat beim Hinterbänkler ein neues Spielsystem eingeführt und möchte mit seinen Damen den Klassenerhalt erzwingen. „Die Teams versuchen alles Menschenmögliche, um dem Abstieg zu entgehen“, verfolgt Kurz die Entwicklungen bei der Konkurrenz mit Argusaugen. Noch hat das Wechsel-Dich-Spiel nicht gefruchtet. Gegen Biberach und Rottenburg hat es zwei glatte 0:3-Niederlagen gehagelt.
Die Burladinger Mannschaft konzentriert sich derweil auf sich selbst. „Den Spielerinnen geht es soweit gut, die Blessuren sind weitestgehend ausgeheilt“, gibt der TSV-Trainer Entwarnung. „Auch die Fingerverletzung von Nadja Kretschmann heilt gut“, freut sich der Verantwortliche auf einen intakten Kader. Das sah in dieser Saison schon anders aus. „Verletzungen in diesem Ausmaß, gerade an der Hand, wie in dieser Spielzeit, musste ich noch nie ausbügeln.“
