Leserbrief
Beide Seiten könnten etwas gewinnen
28.01.2012
Es wurde beim Informationsabend zwar offen zugegeben, dass das Windkraftrad unwirtschaftlich ist, was durch seinen Nutzen für Lehre und Wissenschaft aber als legitimiert gilt.
Nicht gesagt wurde, dass es so unwirtschaftlich ist, dass es sich aller Voraussicht nach weder insgesamt rechnen wird, noch dass die anfallenden Kosten für Wartung und Reparatur mit der geringen Stromausbeute finanziert werden können. Auch hier hat sich noch keiner die Mühe gemacht, Berechnungen anzustellen. Das ist wohl nicht von Interesse, sobald man die Kosten nicht selbst tragen muss.
Umso erstaunlicher ist angesichts der in Kauf genommenen Unwirtschaftlichkeit, dass man dennoch nicht auf den Nachtbetrieb des Windrads zugunsten der Nachtruhe der Anwohner verzichten will. Auch der Kompromissvorschlag der Anwohner, das Windrad 20 Meter weiter von den angrenzenden Gebäuden abzurücken, wodurch es durch die Hanglage weniger laut und weniger sichtbar wäre, stieß nicht auf Gegenliebe. Dabei kommt es doch gar nicht darauf an, dass durch den um zwei Meter niederen Standort vielleicht eine Kleinigkeit weniger Strom erzeugt wird oder die Anschlusskosten an den Verteilerkasten (für die sicherlich auch noch ein Sponsor gefunden werden könnte) etwas höher liegen, wenn dadurch beide Seiten gewinnen könnten.
Liselotte und Hellmut Grotz, Weberstraße 3, Balingen