Vandalismus: Überwachungskameras als Lösung?

Iselin-Schule und Progymnasium: Definitiv keine von ballspielenden Kindern verursachte „Unfälle“

Rosenfeld, 28.01.2012

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Immer wieder wird die Rosenfelder Festhalle und das Gelände rund um Iselin-Schule und Progymnasium von Zerstörungswut heimgesucht. Der Sachschaden geht mittlerweile in die Zehntausende.

Erst diese Woche wurden zwei Löcher an der Fassade aus Faserzement-Schindeln der Festhalle repariert. Fragt sich, für wie lange. Denn seit Jahren schon sieht sich die Stadtverwaltung mit dem Dilemma konfrontiert.

Glaubte man anfangs noch an „Unfälle“, verursacht durch ballspielende Kinder, ist bei der Häufung der Fälle mittlerweile von Willkür auszugehen. Darauf weisen neben den Sachschäden regelmäßig die Spuren von Alkoholgelagen hin: zerdepperte Flaschen, Zigaretten, Müll und Schmierereien. Für das Jahr 2012 sind im Haushalt der Stadt zum ersten Mal 5000 Euro rein für die Beseitigung von Schäden an der Festhalle vorgesehen. Ob den Tätern klar ist, dass sie sich dem Tatbestand der Sachbeschädigung schuldig machen, weiß die Stadtverwaltung Rosenfeld nicht. Sie zeigt aber jeden Schaden an und setzt einiges daran, den oder die Verursacher ausfindig zu machen. Acht Fälle wurden von der Polizei in den vergangenen acht Monaten aufgenommen. Die Ordnungshüter gehen von jugendlichen, wechselnden Tätern aus. Bisherige Bemühungen, die Vandalen auf frischer Tat zu ertappen, fruchteten nicht.

Jetzt überlege man sich neue Maßnahmen, lässt Ordnungsamtleiter Hannes Trump wissen. Stadtjugendpfleger Helge Martelock plädiert beispielsweise für den Einsatz von Überwachungskameras. Bisingen hat es auf seinem Schulgelände vorgemacht, seitdem sei Vandalismus dort kein Thema mehr. Darüber, wie die Täter am Ende überführt werden sollen, wird es vorerst aber keine genauen Auskünfte geben. Nur soviel: Es geht mehr in Richtung schärferer Kontrollen als in Richtung Prävention. „Wenn wir endlich einmal einen Täter in Regress nehmen können, wird das sicherlich ein abschreckendes Beispiel sein,“ hofft Hannes Trump.

„Das Traurige ist,“ so Trump , „dass hier das Geld der Allgemeinheit vergeudet wird.“ Vielleicht kann auch die Bevölkerung durch erhöhte Aufmerksamkeit zur Aufklärung der Straftaten beitragen. Jeder ist gefragt, denn um Jugendstreiche handelt es sich hierbei längst nicht mehr.

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