Vertrauen zur Tageszeitung

26.01.2012 von Thomas Godawa

Sie werden auch „digital natives“ genannt, die Jungen zwischen 12 und 19 Jahren. Das heißt soviel wie Eingeborene des digitalen Zeitalters. Zum 14. Mal hat sich nun der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest mit dem Medienverhalten dieser Altersgruppe beschäftigt. Schwerpunkt im Jahr 2011 waren die Bereiche soziale Netzwerke und Datenschutz. Die JIM-Studie (Jugend, Information, Media) ist angesiedelt als Forschungsverbund bei der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg und der Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz. Kooperationspartner ist die SWR Medienforschung zusammen der Bundeszentrale und den beiden Landeszentralen für politische Bildung, der Stiftung Lesen und der Zeitungs Marketing Gesellschaft (ZMG). Eine zentrale Rolle spielt das Internet. Drei Viertel aller Jugendlichen nutzen das soziale Netzwerk Facebook. Um Profile mit persönlichen Daten interessant zu gestalten haben drei Viertel ein Bild von sich im Netz hochgeladen. Vier Fünftel der Jugendlichen aber nutzen die Möglichkeit ihre privaten Daten einzuschränken, damit nur ein bestimmter Nutzerkreis zugreifen kann, der aber mit einer durchschnittlichen Zahl von 206 Freunden nicht mehr überschaubar ist. Zwei Drittel sind der Ansicht, ihre Daten sind beim Anbieter sicher, ein Drittel hat da eher Zweifel. Zwei Drittel der Jugendlichen fühlen sich zum Thema Datenschutz gut informiert und die Mehrheit der Netzwerk-Nutzer wäre nicht bereit seine Profildaten an Dritte zu verkaufen. Sehr erfreulich bei alledem, die Tageszeitung hat an ihrer Glaubwürdigkeit über die Jahrzehnte hinweg nicht verloren. Bei widersprüchlicher Berichterstattung über ein Ereignis würden 40 Prozent der Jungen wie der Mädchen der Tageszeitung vertrauen. Übrigens, dieses Vertrauen steigt mit zunehmendem Alter.

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