Keppler heiß auf Heimrennen

Wintersport: Abfahrt und Super G in Garmisch-Partenkirchen steht an

Garmisch-Partenkirchen, 26.01.2012 von Frank D. Engelhardt

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Viel Zeit sich auf seiner hervorragenden Platzierung in Kitzbühel auszuruhen, hat Stephan Keppler vom WSV Ebingen nicht. Bereits heute steht das erste Abfahrtstraining in Garmisch-Partenkirchen an.

Mit seinem beherzten Rennen auf der verkürzten „Streif“ hat Keppler am Wochenende in Kitzbühel erneut seine gute Verfassung unterstrichen. „Wenn man nach 15 Startern immer noch auf einem Podestplatz steht, denkt man schon mal, dass?es bis zum Schluss ruhig so bleiben könnte“, erklärte der Wahl-?Münchner, der sich zum Schluss mit Rang acht begnügen musste.

Nun ist der 28-Jährige ganz heiß auf die Wettbewerbe in Garmisch-Partenkirchen. „Nach Kitzbühel steht mit dem Heimrennen der nächste Höhepunkt auf dem Programm. Ich freue mich auf das Wochenende und bin gespannt, in welchem Zustand sich die Kandahar präsentiert“, erklärt Keppler. „Im Gegensatz zur WM fahren wir auf der „alten“ Kandahar, die mir persönlich besser gefällt.“

Heute um 12 Uhr findet das erste offizielle Abfahrtstraining statt, morgen zur gleichen Zeit das zweite. „Derzeit fühle ich mich gut in Form, der achte Platz von Kitzbühel hat mich bestätigt und motiviert. Ich möchte den Schwung aus Kitzbühel mitnehmen und in Garmisch-Partenkirchen ein weiteres Topresultat erzielen“, gibt sich der Schwabe kämpferisch und fügt hinzu: „Ich hoffe auf gute Verhältnisse und faire Rennen.“ Die Abfahrt-Konkurrenz wird am Samstag um 12 Uhr gestartet, der Super G am Sonntag.

Für die Heim-WM hat DSV-Herren-Bundestrainer Charly Wai-bel neben Keppler bisher nur Andreas Sander (SG Ennepetal) gesetzt. Weitere deutsche Starter werden erst nach den Europacup-Rennen in Altenmarkt-Zauchensee nominiert. „Stephan Keppler hat in Kitzbühel gezeigt, dass er gut in Form ist“, lobt Waibel. „Speed und Abstimmung stimmen bei ihm derzeit und wenn es ihm auch in Garmisch-Partenkirchen gelingt, kleine Fehler abzustellen, kann er eine Topplatzierung erreichen“, ist sich der Bundestrainer sicher. Andreas Sander habe in den Trainings von Kitzbühel gezeigt, dass er schnell Ski fahren könne. Im Rennen habe er leider Probleme mit der sehr schlechten Sicht gehabt und hätte deshalb seine Leistung nicht im vollen Umfang abrufen können, fällt das Resümee des Verantwortlichen aus.

Tobias Stechert muss dagegen pausieren, da er sich bei der Abfahrt in Wengen eine Knochenstauchung im rechten Knie zugezogen hat. „Er ist zwar auf dem Weg der Besserung, aber noch nicht fit für einen Renneinsatz“, bedauert Waibel. Ein Schicksal, das Keppler aus dem vergangenen Jahr leider bestens kennt. Auch ihm wurde damals die Lauberhornabfahrt in Wengen zum Verhängnis. Der Wahl-Münchner stürzte und zog sich einen Innenbandabriss im rechten Knie sowie einen Syndesmose-Abriss im linken Sprunggelenk zu. Damit war der Höhenflug des Albstädters vorerst schmerzlich gestoppt worden. Sein Comeback zwei Monate später verlief für Keppler im norwegischen Kvitfjell dann ernüchternd.

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