Erfahrungen aus erster Hand
Ausbildungsbotschafter kommen in die Schule
22.01.2012
Was motiviert die Ausbildungsbotschafter in eine Schulkasse zu gehen?
Willumeit: Es macht ihnen Spaß, die eigenen Erfahrungen weiterzugeben. Die Ausbildungsbotschafter sind ja nur wenige Jahre älter als die Schülerinnen und Schüler und haben doch schon eine riesigen Sprung gemacht: Von der Schulbank in den Beruf. Anderen zu berichten, warum man genau diesen Weg eingeschlagen hat, ist sehr motivierend. Das merken die jungen Leute sofort, weil sie viele Fragen aus der Klasse bekommen.
Wo kommen die Ausbildungsbotschafter her?
Willumeit: Sie kommen vor allem aus den Betrieben und einigen vollzeitschulischen Einrichtungen der Region. Wir haben das Projekt vorgestellt und gebeten, uns geeignete Kandidaten zu melden. Die Resonanz ist toll. Wir haben in kürzester Zeit rund 140 Zusagen bekommen.
Wie bereiten Sie die Ausbildungsbotschafter vor?
Willumeit: Alle Ausbildungsbotschafter werden einen Tag geschult, vor allem in Rhetorik und Präsentationstechnik. Was uns aber noch wichtiger ist: Die jungen Frauen und Männer sollen in die Lage versetzt werden, ihre eigene Geschichte zu erzählen: Wie habe ich meinen Lehrberuf gefunden? Wer hat mir dabei geholfen? Was macht mir bei der Arbeit besonders Spaß? Diese persönlichen Erfahrungen und Eindrücke sind es, die rüberkommen sollen.
Um Schüler beruflich zu orientieren, gibt es viele Broschüren und Bücher, die Hilfestellung bieten. Wozu braucht es jetzt noch die Ausbildungsbotschafter?
Willumeit: Die Ausbildungsbotschafter erzählen aus dem wahren Leben. Diese authentischen Berichte sind es, die Jugendliche ansprechen. Die Ausbildungsbotschafter zeigen oft auch, dass nicht immer alles glatt laufen muss, um ans Ziel zu gelangen. Sie ermutigen Schülerinnen und Schüler ihren eigenen Weg zu gehen.
Die IHK Reutlingen ist regionale Koordinierungsstelle für die landesweite Initiative „Ausbildungsbotschafter“. Das Programm wird vom Finanz- und Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg unterstützt.
