22.01.2012

Sozialkompetenz wichtiger als Englisch

Das überrascht: Personalchefs achten bei Bewerbern in erster Linie auf ausgeprägte Sozialkompetenzen wie Team- und Kommunikationsfähigkeit. Auf dem zweiten und dritten Platz liegen kaufmännisches Wissen und IT-Kompetenz. Die viel beschworenen Englischkenntnisse hält nur jeder zweite Personalverantwortliche für ausschlaggebend. Denn da kann man leicht nachschulen oder durch Praxis schnell Verbesserung erzielen. Diese Ergebnisse lassen sich aus einer Umfrage ablesen, die die Stiftung Warentest unter 150 Personalchefs mittlerer und großer Unternehmen abgeschlossen hat.

Die Stiftung Warentest mit Sitz in Berlin (www.test.de) wollte wissen, worauf Personalchefs bei ihren jetzigen und künftigen Mitarbeitern Wert legen. Zur Auswahl standen neben sozialen Kompetenzen kaufmännisches Wissen, IT-Kompetenzen, Englischkenntnisse und Kenntnisse in mehreren Fremdsprachen. Auffällig: 97 Prozent aller Personalchefs halten die sozialen Kompetenzen, auch genannt Soft Skills, für wichtig oder sehr wichtig. Und zwar unabhängig davon, wie groß der jeweilige Betrieb ist.

Auch wer sich regelmäßig ehrenamtlich engagiert – ob Sport oder Soziales – hat bei Personalchefs bessere Chance als gleichwertige Mitbewerber. Dies gilt mehr denn je für alle, die sich um einen Ausbildungsplatz bewerben. Dies sind Resultate ähnlicher Umfragen aus dem Jahre 2009 und 2010.

Über den Tellerrand hinaus denken, ist in Bezug auf Ausbildungs- und Arbeitsplatzbewerbung für die meisten Chefs ein westentliches Einstellungsmerkmal – insbesondere wenn es um betriebswirtschaftliches Denken geht. Kaufmännisches Wissen und IT-Kompetenz stufen rund vier Fünftel aller Personalverantwortlichen als bedeutend ein. Aber nur 57 Prozent der Personaler legen Wert auf gutes Englisch, aber nur knapp ein Drittel (29 Prozent) auf Kenntnisse in mehreren Fremdsprachen. Die Umfrage zeigt auch: Im Grundsatz sind sich die Personalchefs einig, egal ob sie für große oder mittlere Firmen oder Familienbetriebe arbeiten. Ausnahme: Die IT-Kompetenz ist für Personalchefs größerer Unternehmen wichtiger als kaufmännische Kenntnisse der Bewerber.

Die Stiftung Warentest fragte auch, welche Qualifikationen ein Bewerber in der Bewerbungsmappe mit Dokumenten nachweisen sollte. Zwingend erforderlich ist das nur für die kaufmännischen Kenntnisse in knapp der Hälfte der Unternehmen. Belege für Englisch oder gar Soft Skills sind zwar weniger wichtig, können aber bei Gleichheit des Leistungsstandes vergleichbarer Bewerber den Ausschlag geben. Anders sieht das bei Zusatzausbildungen oder geregelten Fortbildungen, etwa der Industrie- und Handels- oder auch Handwerkskammern, aus. 90 Prozent aller Personalchefs wollen dafür einen Nachweis sehen. 

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