Neujahrsempfang: Rexer nimmt Abschied in Etappen

Hochschulrektor scheidet nach elf Jahren im August aus dem Amt – IHK-Förderpreise für zwei erfolgreiche Studenten

Albstadt/Sigmaringen, 20.01.2012 von Dagmar Stuhrmann

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Die Hochschule Albstadt-Sigmaringen rüstet sich für kommenden Herausforderungen. Die Bilanz von Rektor Prof. Dr. Günter Rexer, der Mitte des Jahres aus dem Amt scheiden wird, fällt äußerst positiv aus.

Zum Jahresauftakt hatte die Hochschule Albstadt-Sigmaringen gestern zum Neujahrsempfang am Standort Sigmaringen eingeladen. Rektor Prof. Dr. Günter Rexer begrüßte die Gäste und zog Bilanz. Zum letzten Mal bei diesem Anlass: Da Rexers Amtszeit nach elf Jahren im August endet, war der gestrige Neujahrsempfang für ihn sozusagen die erste Etappe auf dem Weg zum Abschied vom Rektorenamt. „Mit Genugtuung,“ so Rexer, könne er auf das vergangene Jahr zurückblicken. Auf den doppelten Abiturjahrgang ist die Hochschule Albstadt-Sigmaringen mit einer um 25 Prozent erhöhten Aufnahmekapazität zum kommenden Wintersemester bestens vorbereitet. Die Studentenzahl ist gestiegen und liegt derzeit bei fast 3000. Unter Bezug auf die „Schlaglichter des Jahres“ verwies der Rektor auf diverse Programme, im Zuge derer die Hochschule in den Genuss von Fördermitteln kommt. Die damit verbundenen Projekte seien „außerordentlich wichtige Investitionen“ in das Bestehen der Hochschule. Zum ersten Mal wurden 2011 Deutschlandstipendien vergeben, zum zehnten Mal hingegen fand die Karrierebörse statt. Verstärkt wurde auch das Engagement in Sachen Forschung. So beteilige sich beispielsweise der Studiengang Wirtschaftsinformatik erfolgreich an einem EU-weiten Forschungsprojekt auf dem Gebiet des Klimaschutzes.

Nach dem Grußwort von Sebastian Wolf, Vorsitzender des Personalrates, stand eine Preisverleihung an. Der mit je 375 Euro dotierte Förderpreis „Student International“, den die Industrie- und Handelskammer Bodensee-Oberschwaben für internationale Mobilitätsleistungen von Studierenden vergibt, ging in diesem Jahr an Katharina Sophie Güttler, Masterstudentin im Studiengang Biomedical Engineering, die während ihres Bachelorstudiums in Lebensmittel-, Ernährung- und Hygiene ein Semester in Mexiko verbrachte, und an den Pharmatechnik-Studenten Frank Wilcke, der sein Praxissemester in Auckland/Neuseeland absolvierte.

Prof. Dr. Rudi Schmiede, ehemaliger Leiter des Instituts für Soziologie der TU Darmstadt, hielt den Festvortrag über „Die Zukunft der Arbeit und die Hochschulen“. Die Art und Weise, wie wir arbeiten, die Organisation und die Technik – all das hat sich laut Schmiede verändert und zwar umgreifend. Der Referent sprach von einem „Epochenwandel“. Hinzu kommt der demographische Wandel, der den Hochschulen immer weniger Anfänger bescheren werde. Auf diesen Umbruch müssten die Hochschulen reagieren, so Prof. Dr. Schmiede. Mit seinem „Plädoyer für den Ausstieg aus dem Alltagstrott“ machte sich der Gastredner unter anderem dafür stark, die Hochschulen für „Personen mit beruflicher Ausbildung und beruflich erworbenen Kompetenzen“ zu öffnen und die Erfahrungen, Kontakte und Netzwerkverbindungen der eigenen Absolventen besser zu nutzen.

Das Schlusswort des Abends hatte Michael Gubisch, Vorsitzender des Fördervereins. Im Anschluss an seine Worte bestand beim Stehempfang die Gelegenheit zum Gespräch. Umrahmt wurde der Neujahrsempfang der Hochschule von einem Saxofon-Quartett der Stadtkapelle Sigmaringen.

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