Zum Start in die (Rest-)Rückrunde erwartet der Balinger Handball-Bundesligist (im Bild Jens Bürkle) die Rhein-Neckar Löwen. In der Saison 2007/08 düpierten die Schwaben die ambitionierten Kurpfälzer

Balingen, 18.01.2012

Balinger Sorgenkind

Handball-Bundesliga: Offensive bereitet Kopfzerbrechen

Balinger Sorgenkind
In drei Wochen startet der Balinger Handball-Bundesligist in die (Rest-)Runde. Bereits Anfang Januar hat die Mannschaft von Coach Dr. Rolf Brack mit der Vorbereitung begonnen.

Am Mittwoch, 8. Februar, trifft der HBW am zweiten Spieltag der Rückrunde auf die Rhein-Neckar Löwen, welche in die Champions League drängen. Für die Kurpfälzer ist das Duell beim schwäbischen Low-Budget-Club bereits richtungsweisend, während die Schwaben ohne Druck in den Süd-Gipfel gehen (20.15 Uhr, SparkassenArena). Für eine zusätzliche Motivationsspitze sorgte der Löwen-Aufsichtsratsvorsitzende Jesper Nielsen. „Es ist doch Verarschung, wenn man Kiel gegen Balingen ein Handballspiel nennt“, meinte der Däne, „es ist eine Show, doch es ist kein Match auf Augenhöhe. Wie oft wird Kiel verlieren? Einmal bei 100 Spielen?“

So ganz falsch liegt der Mäzen der Mannheimer nicht, doch ohne Zweifel hat er ein unglückliches Beispiel gewählt. „Wir müssen uns sicherlich Gedanken machen, wie die Spannung erhalten bleibt“, räumte HBW-Coach Dr. Rolf Brack unumwunden ein, gab allerdings zu bedenken: „Wir haben gegen alle Topteams der Liga in den vergangenen Jahren gepunktet.“ Neben Rekordmeister Kiel (Endstand: 29:37, Saison 2009/10) besiegten die Balinger Hamburg (28:26, 2008/09) und die Löwen (35:33, 2007/08). Einzig gegen Flensburg-Handewitt (30:30, 2008/09) reichte es in fünf Erstliga-Jahren nicht zu einem doppelten Punktgewinn.

Seit dem Sensationssieg über die Zebras blieben die großen Überraschungen in der „Hölle Süd“ allerdings aus, trotz der besten Hinrunde in der Vereinsgeschichte, welche das Team um Kapitän Wolfgang Strobel in dieser Spielzeit auf die Platte zauberte. Mit 15:21 Zählern rangiert der Aufsteiger von 2006 im gesicherten Tabellenmittelfeld.

Den letzten Schliff vor dem Start in die Rückrunde soll sich der HBW beim Trainingslager auf dem Schliffkopf im Schwarzwald holen. Im Positionsangriff zeigte der Tabellenelfte zum Ende der Hinrunde doch eklatante Schwächen. „Die müssen wir abstellen“, forderte der 58-Jährige, welcher wohl auch die komplette Rückrunde auf Neuzugang Mario Vuglac verzichten muss. Doch nicht nur Vuglac fällt aus. Keeper Ziemer plagen seit der Rückkehr vom Nationalteam Kreuzprobleme, Daniel Sauer laboriert an seiner Rückenverletzung, und auch Jens Bürkle und Benjamin Herth sind derzeit nicht im Training. Dazu fallen grippebedingt noch Fabian Gutbrod und Sascha Ilitsch für eine Woche aus. Roland Schlinger und Alexandros Alvanos waren zuletzt mit der Nationalmannschaft aktiv, Brack räumte den beiden Rückkehrern nun eine Woche Regenerationszeit ein. Derzeit bestreitet der HBW also mit nur sieben Feldspielern und einem Torwart die Vorbereitung. „So ist es natürlich schwer, effektiv zu arbeiten“, räumte der Sportwissenschaftler ein.

Brisante Begegnungen

Zum Start in die (Rest-)Rückrunde tritt der Balinger Handball-Bundesligist zweimal in der heimischen SparkassenArena an: Zunächst erwartet das Team von Trainer Dr. Rolf Brack am Mittwoch, 8. Februar, den Tabellenfünften Rhein-Neckar Löwen (Beginn: 20.15 Uhr). Am Samstag, 18. Februar, gastiert Altmeister TV Großwallstadt in der „Hölle Süd“ (19 Uhr). Das erste Auswärtsspiel im neuen Jahr absolvieren die Schwaben Ende Februar in Hannover (24. Februar, 19.45 Uhr) – beim neuen Arbeitgeber von Nationalkeeper Martin Ziemer

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