Beste Mannschaft setzt sich durch

Hallenfußball: Turnierfavorit Balingen scheitert im Halbfinale – TSG am Ende Dritter

Albstadt-Ebingen, 16.01.2012

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Der FC 07 Albstadt entwickelt sich in der Halle zur gefürchteten Macht. Gestern gewann der Fußball-Verbandsligist den eigenen Burger King Super-Cup. Im Finale besiegte der FCA den FV Bad Urach mit 5:2.

Der FC 07 Albstadt hat sich beim eigenen Burger King Super-Cup die Krone aufgesetzt. Im Endspiel bezwang er den FV Bad Urach mit 5:2. Damit entschieden die Albstädter nach dem Balinger Indoor-Cup auch das zweite große Hallenfußballturnier im Bezirk für sich. „Es ist sehr schön, das eigene Turnier zu gewinnen“, sagte Trainer Öner Topal: „Ich denke, dass wir die beste Mannschaft waren.“

Im Endspiel hatten die Blau-Weißen früh für klare Verhältnisse gesorgt. Pietro Fiorenza brachte den Favoriten kurz nach dem Anpfiff mit 1:0 in Führung. Noch konterte Bad Urach, Ioannis Tsapakanidis erzielte nach zwei Minuten den Ausgleich. In der Folge scheiterte der Außenseiter aber immer wieder am starken FCA-Torhüter Christopher Kleiner. Und auf der Gegenseite blieben die Gastgeber eiskalt. Erst traf Patrick Pizzo zum 2:1 (4. Minute), dann zeigte sich Stefan Bach (3:1/6.) treffsicher, ehe Salih Gencer das 4:1 (10.) besorgte. Nico Westpahl verkürzte noch ein-mal (12.), doch machte erneut Fiorenza mit dem 5:2 (13.) alles klar.

Da seine Truppe den späteren Finalgegner noch in der Gruppen-phase mit 7:1 deklassiert hatte, habe er ein wenig Bange davor gehabt, dass sein Team den FVB unterschätzen würde, meinte Topal: „Aber wir haben das gut gespielt.“ Doch nicht nur für seine Jungs hatte Topal ein Lob parat: „Die Uracher haben uns alles abverlangt.“

Ohnehin war der Bezirksligist eine der positiven Überraschungen des 27. Albstädter Hallenturniers. Der FVB machte unter anderem dem Turnierfavoriten TSG Balingen im Halbfinale mit 4:2 den Garaus. Immerhin rechtfertige die TSG im Spiel um Platz drei ihre Favoritenrolle – und besiegte den TSV Frommern mit 8:3. Die Schwarz-Gelben waren dem FC 07 zuvor im Halbfinale mit 1:2 unterlegen.

Früh hatte das „Große Turnier“ gestern mit der Hauptrunde begonnen. Und die hielt einige Überraschungen parat. So erwischte es den SC 04 Tuttlingen bereits in der Gruppenphase. Zwar war der Titelverteidiger furios mit einem 7:2 gegen den TSV Laufen in Gruppe drei gestartet, doch war für den Bezirksligisten nach Niederlagen gegen Pfeffingen (1:3) und Frommern (2:3) früh Schluss. Die Überraschung der Vorrunde waren die Pfeffinger, die sich im Laufe der drei Turniertage stets steigerten. Nicht nur, dass sie den Vorjahressieger bezwangen, auch vom Landesligisten Frommern ließ sich der Primus der Kreisliga A 1 nicht aufhalten (3:2). Als Gruppenzweiter hinter den Frommernern reichte es fürs Viertelfinale, wo der FCP um ein Haar für die nächste Sensation gesorgt hätte, als er gegen den Oberligisten Balingen mit 2:0 vorne lag und doch noch mit 2:4 unterlag.

Ebenfalls überraschend war das Ausscheiden des FC Winterlingen. Doch ging es in Gruppe eins auch knapp zu: Denkingen, Bitz und der FCW wiesen nach der Gruppenphase je sechs Punkte auf. Da sich der SV Denkingen mit 6:1 gegen Bisingen behauptete, langte es ihm zu Platz eins. Ins Viertelfinale folgten dem Landesligisten die Sportfreunde Bitz, gegen welche Denkingen die einzige Niederlage kassiert hatte (1:2). Dort flog der SVD beim 1:3 gegen Bad Urach raus.

In der zweiten Gruppe setzte sich der Favorit durch. Die Balinger siegten gegen Albstadts A-Jugend (4:1), Türk Winterlingen (6:2) und die TSG Reutlingen (3:0). Als Zweiter auch ins Viertelfinale kam die U 19 des FC 07. Der starke Auftritt des blau-weißen Nachwuchses endete jedoch in der Runde der letzten Acht gegen Frommern (2:5).

Souveräner hatte das Turnier für die Gastgeber begonnen. Albstadt marschierte ohne Punktverlust in der vierten Gruppe zum Sieg. Und dort setzten die Gastgeber beim 1:0 gegen Bitz ihren Siegeszug fort.

Ganz zur Freude von Jürgen Estler. Der Eventmanager des FC 07 war mit den drei Turniertagen zufrieden. Die Zuschauerresonanz sei hervorragend gewesen, meinte der Organisator: „Das war Werbung für den Hallenfußball und zeigt, dass unser Turnier fester Bestandteil im Kalender der Kicker aus der Region ist.“ Ein kleiner Wermutstropfen: Im Organisationsstress war der Albstädter Hallensprecher mit einer Glastür kollidiert und musste an der Stirn genäht werden. Doch trotz eines turbanartigen Verbandes und eines Veilchens, Estler hielt durch. Bei einer solchen Einsatzbereitschaft der Organisatoren steht einer 28. Auflage des Budenzaubers in der Zollern-Alb-Halle im kommenden Jahr nichts mehr im Wege.


Marc Wissmann trifft, Markus Bech hält am besten

Zumeist ist das Spiel um Platz drei nur noch für die Statistiker interessant. Doch entwickelte sich das „kleinen Finale“ beim Albstädter Hallenturnier zwischen der TSG Balingen und dem TSV Frommern (8:3) zum Duell zweier Torjäger. Denn Frommerns Peter Schumacher und Balingens Marc Wissmann lagen vor der finalen Paarung mit je sieben Turniertreffern gleichauf. Wissmann legte früh das 1:0 vor, Schumacher ließ zwei Tore zum 1:3 und 2:3 folgen. Sekunden vor dem Ende drehte Balingens Wissmann den Spieß mit seinem zehnten Tor zum 8:3 ein letztes Mal um.

Zum besten Torhüter wurde Markus Bech vom FC Pfeffingen gewählt. 355 Tore wurden an den drei Turniertagen in der Zollern-Alb-Halle erzielt. Klar, dass Organisator Jürgen Estler zufrieden war: „Die Spiele waren wohltuend fair. Die Schiris hatten die Partien stets im Griff.“ Ferner habe das Turnier auch die Feuertaufe für die neue Vorstandschaft bedeutet. „Das Trio hat diese mit der Unterstützung einiger alter Hasen toll bestanden“, freute sich Estler.

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