Leserbrief

Um jeden Preis Bürgermeister Sprenger Schaden zufügen

10.01.2012

Politik ist für viele Bürger heutzutage nicht mehr nachvollziehbar – auch wenn sie sich nur im Kleinen, also auf kommunaler Ebene abspielt. So auch in Schömberg. Seit Wochen und Monaten wird in Schömberg um einen Raum mit ca. 160 Quadratmetern gestritten.

Ob der „Raum für musische Zwecke“ tatsächlich der wahre Grund ist, wage ich zu bezweifeln. Ich denke eher, um das Kind beim Namen zu nennen, dass es sich hier um die Darstellung von politischen Gesinnungen handelt. Von einer Fraktion, die um jeden Preis Herrn Bürgermeister Sprenger Schaden zufügen beziehungsweise ihn aus dem Amt drängen möchte.

In den Medien wird solch ein Verhalten täglich offenkundig verwendet – sichtbar benutzt. Man versucht, den politischen Gegner zu attackieren, alles zu blockieren, was er in Gang gebracht hat, initiiert hat. Die Sache, um welche gestritten wird, ist meistens zweitrangig. Das scheinbar primäre Streitthema ist meist zweitrangig.

Für mich ist nicht nachvollziehbar, warum die Stadtkapelle jetzt weichen muss, obwohl die Schule sich klar und deutlich äußerte, dass dadurch ihr Problem nicht gelöst wird. Auch diese Tatsache wir ignoriert und den politischen Zielen einer gewissen Gruppierung untergeordnet. Ebenfalls kann ich mir nicht vorstellen, dass es ein monetäres Thema ist; da laut meinen Informationen die 130 000 Euro aus dem laufenden Haushalt bezahlt werden können.

Für mich ist absolut feige, sich hinter einer geheimen Abstimmung verstecken zu wollen. Gemeinderäte wurden von den Wählern beauftragt, gewisse Interessen zu vertreten. Warum trauen sich dann diese nicht, öffentlich ihre politische Meinung zu zeigen? Haben sie Angst, bei der nächsten Wahl keine beziehungsweise weniger Stimmen zu erhalten!

Jeder sollte zu seiner Meinung stehen – dazu leben wir in einer Demokratie. Schlussendlich hoffe ich dennoch, dass trotz der politischen Spielchen, die Stadtkapelle Schömberg nicht auf der Strecke bleibt. Auch wir sind Wähler und Bürger unserer Stadt. Auch wir bezahlen Gemeindesteuern und leisten ehrenamtlich unseren Beitrag - auch zum Wohle der Stadt Schömberg. Das sollte nicht vergessen werden.

Jerome Schempp
Buchenweg 3
Schömberg