Brisante Begegnung

Handball-Württemberg-Liga: TVW gegen Wolfschlugen

Balingen, 05.01.2012 von Reinhard Linder

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Im neuen Jahr ist als erstes hochklassiges Team aus dem Zollernalbkreis der Württemberg-Liga-Aufsteiger TV Weilstetten gefordert. Er empfängt am Samstag um 20 Uhr den TSV Wolfschlugen.

Dabei können sich die Zuschauer in der Längenfeldhalle auf einen Handball-Leckerbissen freuen. Beide Mannschaften bestehen vorwiegend aus jungen, technisch versierten Spielern, die ein hohes Tempo anschlagen und taktisch bestens geschult sind. Nur zwei Punkte trennen die beiden Teams. Die „Lochenfüchse“ rangieren nach einer hervorragenden Vorrunde mit 16:12 Zählern auf dem siebten Platz, die „Hexabanner“ nehmen die fünfte Position ein – und wollen mehr.

Wolfschlugen ist praktisch zum Aufstieg verdammt, um wenigstens einige der talentierten Eigengewächse zu halten, die in der A-Jugend-Bundesliga eine hervorragende Rolle spielen. Nur zwei Zähler fehlen der Mannschaft von Trainer Alen Dimitrijevic derzeit zu Platz zwei, der zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde berechtigt. Wolfschlugen will den Rückenwind aus sechs Siegen in Folge nutzen, um den „Füchsen“ erneut die Punkte zu stehlen. Mit 28:32 unterlag der TVW im Wolfschlugener Hexenkessel, „weil uns die Kaltschnäuzigkeit gefehlt hat“, so Weilstettens Coach Dominik Koch. Zwei Minuten vor Abpfiff hatte es noch unentschieden gestanden.

Aus dieser Niederlage hat der B-Lizenzinhaber seine Lehren gezogen. Seine Abwehr hat er auf das Wolfschlugener Spiel mit zwei Kreisläufern eingestellt. Ferner hat er ihre Aufmerksamkeit auf die Standardsituationen gelenkt, mit denen der TSV unter Zeitdruck wiederholt zum Torerfolg gekommen ist, ebenso auf die schnelle Mitte und das variable Gegenstoßkonzept. „Das alles müssen wir in den Griff kriegen, um eine Chance zu haben“, legt er den Schwerpunkt auf die Defensivarbeit. Natürlich hat er sich auch ein Konzept für die Offensive zurechtgelegt. Die 3:2:1-Formation der „Hexabanner“ weiche einem 6:0-Verband, sobald mit zwei Kreisläufern agiert werde, weiß er und leitet daraus ab, „dass diese 6:0 ein Notsystem ist und uns die Gelegenheit bietet, mit viel Geduld aus dem Rückraum und von außen Tore zu erzielen.“

Die Favoritenrolle schiebt Koch aufgrund ihrer individuellen Klasse den Gästen zu, betrachtet seine Mannschaft aber nicht als chancenlos. Während er alle Turniereinladungen absagte und abwechselnd mit seinem Co-Trainer Uwe Laskowski die Jungs hart rannahm, sind die Wolfschlugener seit gestern beim EZ-Pokal im Einsatz. „Vielleicht sind wir deshalb etwas ausgeruhter und hungriger auf den Erfolg“, spekuliert er. Mit Ausnahme der am Pfeifferschen Drüsenfieber erkrankten Daniel Braunstein und Moritz König kann Koch alle aufbieten, die im ersten Spiel der Hinrunde gleich eine Duftmarke setzen sollen vor dem schweren Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten TSV Deizisau.

Für Koch wird die Besucherzahl ein Gradmesser, wie viele Handball-Fans am Schicksal seiner jungen Truppe interessiert sind. Da am Samstag keine andere hochklassige Mannschaft spiele, stehe einem Besuch in der Längenfeldhalle nichts im Wege, sagt Koch.

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