Wintermonat fast ohne Schnee
Dezember ist mit einer Monatsdurchschnittstemperatur von 3,7 Grad recht mild
Balingen, 03.01.2012 von Karl-Heinz Jetter
Durchschnittlich ist der Dezember im Vergleichszeitraum von 1981 bis 2010 plus 1,2 Grad warm, an Niederschlag fallen im Monat 65,5 Liter auf den Quadratmeter, und die Sonne scheint 63,1 Stunden. Der Dezember 2011 weist dagegen eine Durchschnittstemperatur von plus 3,7 Grad, 123,3 Liter Niederschlag und nur 36,3 Sonnenscheinstunden aus.
Mild, verregnet und windig begann der Dezember. Am Monatsersten kletterte die Temperatur bis auf 14,9 Grad und die Sonne schien 5,5 Stunden. Der milden Temperatur folgte Regen und stürmischer Wind. In den ersten zehn Tagen des Monats kam dann mit 60,4 Litern pro Quadratmeter in der Summe schon fast das Monatssoll zusammen. Nach den geringen Regenfällen im November regnete und schneite es im Dezember an 27 von 31 Tagen. Manchmal waren es nur ein paar Tropfen, doch an 20 Tagen goss es mindestens einen Liter oder mehr pro Quadratmeter. Mit 20 Regentagen lag der Dezember weit über dem Durchschnitt, der bei nur zwölf Regentagen liegt. Regenreichster Tag war der 9. Dezember mit 17,5 Liter pro Quadratmeter. Eine geschlossene Schneedecke gab es erst in der zweiten Monatshälfte. In der Nacht zum 17. Dezember begann es zu schneien und am nächsten Morgen lagen drei Zentimeter Neuschnee. Den Wetterumschwung brachte das Orkantief „Joachim“, das am 16. Dezember über den Kreis hinwegzog. Der Luftdruck stürzte an diesem Tag innerhalb wenigen Stunden von 1013 bis auf 979 Hektopascal (Millibar) ab. Kurz vor Mittag wurde die höchste Windgeschwindigkeit mit 100,4 Stundenkilometer registriert, was einer Windstärke von zehn entspricht.
In den nachfolgenden Tagen schneite es immer wieder etwas, die Gesamtschneedecke wuchs aber nicht über die drei Zentimeter hinaus. Zum astronomischen Winteranfang am 22. Dezember war von der Schneedecke nur noch wenig zu sehen und es kam auch zu Weihnachten kein neuer Schnee dazu. Heiligabend war trübe und es regnete etwas, am ersten und zweiten Feiertag schien gelegentlich die Sonne. Ganztägig dichter Nebel war auf Stationshöhe (573 Meter) am 27. Dezember. Auf Höhe der Station Bronnhaupten, 50 Meter höher, gab es schon zwei Stunden Sonnenschein. Die letzten Dezembertage brachten vom 29. auf den 30. Dezember nochmals einen Zentimeter Schnee. An Silvester regnete es zeitweilig. Tagsüber wurde es immer milder. Das Jahr endete mit einem bedeckten Himmel und plus 8,2 Grad Celsius um Mitternacht.
Die Monatsdurchschnittstemperatur des Dezembers 2011 betrug plus 3,7 Grad. Frosttage wurden im Dezember neun registriert und Eistage, an denen das Thermometer ganztägig unter null Grad anzeigt, gab es insgesamt nur einen. Ein Jahr zuvor waren es noch stattliche 15 Eistage. Regentage mit einem oder mehr als einem Liter Niederschlag pro Quadratmeter wurden 20 gezählt, und in der Summe kamen 123,3 Liter zusammen. Im Jahr 2010 waren es im Dezember 120,4 Liter, und im Durchschnitt sind es 65,5 Liter. Geschneit hat es an sieben Tagen. Eine geschlossene Schneedecke wurde an sechs Tagen registriert. Nebel gab es auf Stationshöhe an einem Tag. Der Wind frischte an 15 Tagen mindestens bis auf Windstärke sechs auf. Die Sonne schien 36,3 Stunden lang, im Dezember von 2010 waren es 42,5 Stunden und im Zehnjahres-Schnitt sind es 63,1 Stunden.
