Stolz, strahlend und siegreich: Der FC 07 Albstadt hat den 17. S-Indoor Cup gewonnen. Im Finale bezwang der Verbandsligist die TSG Balingen mit 3:1. Zudem stellten die Blau-Weißen mit Pietro Fiorenza (Foto links, rechts) den treffsichersten Spieler. Er teilte sich die Torjägerkrone mit Marc Wissmann (Foto links, links)
Stolz, strahlend und siegreich: Der FC 07 Albstadt hat den 17. S-Indoor Cup gewonnen. Im Finale bezwang der Verbandsligist die TSG Balingen mit 3:1. Zudem stellten die Blau-Weißen mit Pietro Fiorenza (Foto links, rechts) den treffsichersten Spieler. Er teilte sich die Torjägerkrone mit Marc Wissmann (Foto links, links) Foto: Moschkon.

Balingen, 02.01.2012

Die Entscheidung fällt erst spät

17. Sparkassen-Indoor-Cup: Verbandsligist weist Gastgeber in die Schranken

Die Entscheidung fällt erst spät
Der FC 07 Albstadt hat der TSG Balingen die Titelverteidigung beim eigenen Hallenfußballturnier vermiest. Im Finale des 17. S-Indoor-Cups bezwang der Verbandsligist den Oberligisten mit 3:1 nach Verlängerung.

Sie hatten es sich verdient: Der FC 07 Albstadt hat sich beim 17. Indoor-Cup der TSG Balingen die Krone aufgesetzt. Eben jene Gastgeber bezwang die Truppe von FCA-Trainer Öner Topal im Endspiel in der SparkassenArena mit 3:1 (1:1) nach Verlängerung: weil sie über den gesamten Turnierverlauf den besten Fußball gespielt hatten, weil die Blau-Weißen in der Verlängerung des finales Duells einfach hungriger waren.

„Ich freue mich riesig für meine Mannschaft“, sagte Topal: „In Balingen gewinnt man nicht alle Tage.“ Auch sein Gegenüber, Balingens Co-Trainer Herbert Harsch, der den urlaubenden Coach Karsten Maier an der Rundumbande vertrat, räumte nach zwölf Minuten regulärer Spielzeit, sowie sechs weiteren Minuten ein: „Aufgrund ihrer Überlegenheit in der Verlän-gerung geht der Albstädter Sieg in Ordnung. Wir haben viele Chancen leichtfertig vergeben.“ Am Ende müsse man darüber auch nicht mehr diskutieren, „denn am Ende ist jeder Sieg verdient“. Bernd Jetter ergänzte: „Wir hätten das Spiel früher klar machen müssen.“

Recht hatte der TSG-Spielleiter. Denn zunächst hatte der Oberligist die Blau-Weißen im Griff gehabt, Marc Wissmann brachte die Balinger in einem turbulenten Finale mit einer feinen Einzelleistung nach neun Minuten in Front. Erst dann wachte der Verbandsligist auf, 60 Sekunden später staubte Timo Sauter zum 1:1 ab, in Minute zwei der Verlängerung verlud Silas Tantur den starken Marcel Binanzer im TSG-Tor, ehe Thomas Essigbeck drei Minuten vor dem Schluss mit seinem Tor zum 3:1 für die Entscheidung sorgte.

Schon zu Beginn des Haupttur-niers hatten die Topal-Jungs ange-deutet, dass sie in Balingen etwas reißen wollten. Ungeschlagen mar-schierten sie durch die Gruppenphase. Im Viertelfinale dominierten die Albstädter den FV Ravens-burg mit 3:1, im Halbfinale machten sie sogar dem Regionalligisten SC Pfullendorf mit 2:1 den Garaus.

Die TSG tat sich derweil schwer, unterlag im ersten Gruppenspiel dem TuS Metzingen mit 1:2. Doch spätestens nach dem 8:0-Kanter-sieg im zweiten Spiel gegen den Kreisligisten TSV Geislingen, den Sieger des „Kleinen Turniers“, hatte der Titelverteidiger dann Fahrt aufgenommen. Im Viertelfinale triumphierten die TSG über das eigene Perspektivteam mit 6:1, das Halbfinale gewann Balingen mit 2:1 gegen die Spvgg Mössingen.

Der Bezirksligist um den Ex-Balinger Bernd Bauer zählte zu den positiven Erscheinungen des Turniers, wenngleich die Sportvereinigung im Spiel um Platz drei dem höchstklassigsten Teilnehmer, SC Pfullendorf, mit 3:4 unterlag. Der frühere Albstädter Kevin Dicklhuber hatte kurz vor Schluss für den Endstand gesorgt. „In der Halle zu spielen, macht immer Spaß“, war „Dickl“ ganz und gar nicht enttäuscht. Gerade in Balingen habe es ihm stets Freude bereitet zu kicken: „Ich habe viele bekannte Gesichter getroffen, außerdem war es interessant, gegen die alten Kollegen vom FC 07 zu spielen.“ Dass diese den favorisierten SCP düpierten, machte Dicklhuber nichts aus: „Ich gönn's den Albstädtern.“

Jörg Schreyeck, lange Zeit für die TSG aktiv und nun ebenfalls in Pfullendorfer Diensten, meinte: „Das Positive war, dass ich viele Bekannte getroffen habe .“ Und das Negative? „Unsere Leistung“, so der 26-jährige Hartheimer: „Wir haben nicht gut gespielt. Aber in der Halle ist das nicht so schlimm. Da soll es nur Spaß machen.“

Dieses Credo vertrat am Ende des Tages auch Cedo Vujacic. Der Coach des FC Winterlingen musste mit ansehen, wie sich seine Jungs bereits in der Gruppenphase mit nur einem Zähler sang- und klanglos verabschiedeten. Freilich habe man sich besser präsentieren wollen, sagte der Landesliga-Trainer: „Das Weiterkommen war unser Ziel.“ Letzten Endes hätte sich sein Team in zu viele Einzelaktionen verstrickt. Das frühe Aus lag Vujacic aber nicht weiter im Magen: „In der Halle geht es um den Spaß.“ Doch meinte er auch: „Ein guter Auftritt hier hätte einem Auftrieb für die Runde geben können.“

Ebenfalls hinter den Erwartungen blieb der TSV Frommern zurück. Auch der Landesligist mussten mit nur einem Zähler nach den Gruppenspielen das Zeitliche segnen – und unterlag sogar dem einzigen B-Ligisten FV RW Ebingen mit 1:2. Klar, dass Trainer Norbert Klein angefressen war: „Das war ein enttäuschender Auftritt von uns. Mit so einer Leistung kann man nicht zufrieden sein.“


Keeper Neher hält Wissmann in Schach, Fiorenza macht die Tore

In einem leidenschaftlich geführten Indoor-Cup-Fi-nale triumphierte der FC 07 Albstadt über die TSG Balingen mit 3:1. Im Mittelpunkt stand ein Trio, das für seine guten Leistungen in der Folge auch ausgezeichnet wurde. Marc Wissmann, der die Balinger in Führung gebracht hatte, teilte sich mit Albstadts Pietro Fiorenza die Torjägerkrone. Beide trafen in sechs Spielen sechsmal.

Und wäre Wissmann nicht Albstadts Keeper im Wege gestanden, er hätte sich die Torjägerkanone nicht teilen müssen. Denn Andreas Neher brachte die TSG-Angreifer mit seinen Paraden ein ums andere Mal zur Verzweiflung. Auch Trainer Öner Topal wusste: „Andi hat uns den Finalsieg gerettet.“ Insgesamt fielen an den vier Tur-niertagen 437 Tore, und eines mehr noch – eigentlich. Denn gegen Tieringen traf ein Metzinger zur vermeintlichen 5:0-Führung. Das Tor hatten scheinbar alle gesehen, alle außer der Schiedsrichter, der den Metzingern den Phantomtreffer verweigerte.

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