Leserbrief
Investition in die Bildung
28.12.2011
Seit dem Sommer 2007 müssen in Baden-Württemberg Studiengebühren an Hochschulen gezahlt werden. Zu den 500 Euro Studiengebühren kommt noch eine Verwaltungsgebühr, die je nach Hochschule unterschiedlich ist und um die 80 bis 100 Euro kostet. Damit sind die Studenten verpflichtet pro Semester rund 600 Euro für das Studieren zu zahlen. Hinzu kommen noch weitere Ausgaben für Miete, Essen und Anderes, was ein Studium sehr kostenintensiv macht. Wer keine finanzielle Unterstützung von seinen Eltern bekommt hat es sehr schwer, sich das notwendige Geld zu erarbeiten und muss neben dem Studium noch einen jobben oder gar einen Kredit aufnehmen. Dadurch starten junge Menschen im schlimmsten Fall mit mehreren Tausend Euro Schulden in das Berufsleben
Von Beginn der Studiengebühren an, waren die Jusos und die SPD entschieden gegen diese unsoziale Gebühr. „Studieren darf nicht vom Geldbeutel abhängen“ war ein oft genanntes Argument, weder vom Eigenen, noch von dem der Eltern. Die Finanzierung der Lehre an den Universitäten und Hochschulen ist Aufgabe des Landes und nicht der Studierenden beziehungsweise deren Eltern.
Am 21. Dezember 2011 hat der Landtag nun entschieden die Studiengebühr zum Sommersemester 2012 abzuschaffen. Damit setzt die SPD ihr Wahlversprechen um. Es ist nun an der Landesregierung die Finanzierung zu organisieren. Dadurch sind die Familien der Studierenden entlastet und das volle Potential der Bevölkerung kann ausgeschöpft werden, um dem Fachkräftemangel im Land zu begegnen. Die Jusos freuen sich sehr über diese Änderung, als Investition in die Bildung und somit in die Zukunft des Landes.
Bernd MajerKapfstraße 10/1, Frommern
