Balingen, 24.12.2011

Kindheitsträume werden wahr

„Carrera & Co.“ begeistert Jung und Alt

Kindheitsträume werden wahr
Die Ausstellung „Carrera & Co“ lässt Kinderaugen leuchten und versetzt Männer zurück ins Jugendalter. Wem Anschauen nicht reicht: Mit den elektrischen Autorennbahnen darf teilweise gespielt werden.

Der Geruch von Gummi und Kunststoff liegt in der Luft. Kleine Funken schlagen aus den Schienen, während verschwitzte Hände den Regler betätigen. Gedanken aus der Kindheit, Erinnerungen an die eigene elektrische Autorennbahn bahnen sich ihren Weg durchs Gedächtnis. Denn bei vielen war es der Heilige Abend, als der große Karton mit dem heiß begehrten Spielzeug unter dem Baum lag. Während alte Herren bei der Ausstellung „Carrera & Co.“ in der Vergangenheit schwelgen, können Kinder auf zwei Rennbahnen Gas geben. Mit der Exposition schafft die Stadt Balingen etwas Außergewöhnliches, an dem Jung und Alt ihre Freude haben.

Die Ausstellung bietet einen Einblick in die Geschichte der elektrischen Autorennbahn. Sie beginnt mit dem Urknall: eine Lionel-Bahn aus dem Jahr 1912. Das Exponat ist ein Nachbau aus den USA und weltweit auf 200 Stück limitiert – ein seltener Anblick. Im Jahr 1934 entwickelte die Firma „Märklin“ als erstes deutsches Unternehmen eine Bahn. Ein Original solch einer Strecke ist mitunter ein Ausstellungsstück. Ebenfalls ein Gegenstand, der nur schwer aufzutreiben ist.

Die aus Stahlblech gefertigten Autos und Bahnen konnten nicht lange bestehen. Anfang der 1960er-Jahren revolutionierten die sogenannten „Slotstick-Bahnen“ den Markt. Das britische Unternehmen „Scalextric“ baute im Jahr 1957 als erste Firma ein Slotstick-Schienensystem aus Gummi, später aus härterem Kunststoff. Ihr System setzte sich schnell durch. Die Rennautos hatten von nun an ein Stab auf der Unterseite, der das Gefährt in einer Schiene die Bahn entlang leitet. Über die Jahre verfeinerte sich die Technik. Unternehmen und Marken wie „Carrera“, „Faller“, „Fleischmann“, „Stabocar“ und viele weitere drängten schließlich mit dem gleichen oder ähnlichen Systemen auf den Markt. Heute steht in Deutschland die Marke „Carrera“ als Synonym für elektrische Autorennbahnen.

In der Ausstellung sind alle großen Firmen und Marken vertreten. Mit 25 Bahnen von fünf Sammlern zeigt die Exposition die Entwicklung der elektrischen Autorennbahn vollständig auf. Fast alle Exponate sind funktionsfähig. Sie werden an bestimmten Terminen von den Eigentümern vorgeführt.

Info

Die Sonderausstellung läuft bis 29. April 2012 in der Zehntscheuer in Balingen. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag und Feiertage, 14 bis 17 Uhr. Heute und am 31. Dezember bleibt die Ausstellung geschlossen.

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