Der Engel im Schwan

21.12.2011 von Daniel Seeburger

Weihnachten ohne Engel? Unvorstellbar. Sei es der Engel, der Maria verkündete, dass sie den Sohn Gottes gebären würde oder die Engel, die über dem Stall von Bethlehem ein kleines Konzert gegeben haben – Engel sind an Weihnachten allgegenwärtig. Einen ganz besonderen Engel haben Astronomen nun, unsichtbar fürs bloße Auge, im Sternbild Schwan entdeckt. Der Nebel S 106, eine Gaswolke mit einem Durchmesser von zwei Lichtjahren, ist rund 2000 Lichtjahre von uns entfernt. Ein heißer junger Stern mit der 15-fachen Sonnenmasse in der Mitte des Nebels stößt riesige Gasmassen aus. Dabei werden Staubansammlungen aufgewirbelt und verdrängt. Die dabei entstehende Wasserstoffwolke wird in zwei Flügel aufgeteilt. Das Foto, das das Hubble-Weltraumteleskop zur Erde geschickt hat, zeigt einen sphärischen engelförmigen Nebel in rot, blau und weiß. Passend zur Advent- und Weihnachtszeit ein himmlischer Engel in unendlicher Ferne. Es gibt Engel, davon bin ich überzeugt. Dass sie so groß werden können, hätte ich nicht gedacht. Aber sie sind da, wenn wir sie auch nicht sehen.

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