Stadtwald bricht Rekord
Forst wirft 110 000 Euro Gewinn ab
Geislingen, 16.12.2011 von Rosalinde Conzelmann
Der Forstbeamte, der gemeinsam mit Revierförster Wolfgang Heitz für den Geislinger Stadtwald zuständig ist, informierte den Gemeinderat in seiner letzten Sitzung in diesem Jahr über den Vollzug des Waldhaushaltes 2011 und stellte danach den Forsthaushalt 2012 vor.
Kauffmann bezeichnete das zu Ende gehende Jahr als „extrem erfolgreich“. Dank der stabilen Auftragslage auf dem Holzmarkt und der guten Nachfrage nach Brennholz seien hervorragende Preise beim Verkauf erzielt worden. „Die Preise sind zum vierten Quartal sogar nochmals angezogen“, so der Forstbeamte.
Erfreulicherweise hätten „gute klimatische Bedingungen“ die Forstarbeit erleichtert. Die befürchtete Borkenkäferplage sei ausgeblieben, einzig ein Gewittersturm im Juni habe dem Wald zugesetzt. „Sorgen bereitet uns derzeit nun das Absterben der Eschentriebe“, so Kauffmann, der auch noch einen Blick auf die Baumarten warf: „In den vergangen zehn Jahren gehen die Fichten- und Kieferbestände zurück, während Tanne und Laubhölzer im Vormarsch sind.“
Im „Internationalen Jahr der Wälder“ , das dem Ende zu geht, hat der Stadtwald mit exakt 110 267 Euro einen Rekordgewinn erzielt. Und dies, obwohl der Einschlag mit 5629 Festmetern 20 Prozent unter der Planung lag. „Der Erlös liegt bei 62 Euro pro Festmeter“, rechnete Kauffmann vor.
Für nächstes Jahr geht der Forstdirektor davon aus, „dass sich die Brennholzpreise weiter dynamisch entwickeln werden“. Allerdings, schränkte er ein, sei die Entwicklung der Holzmarktkonjunktur schwer abzuschätzen. Insbesondere beim Industrieholz könne es Schwankungen geben. Unterm Strich aber verbreitete Kauffmann Optimismus: „Es wird sicher wieder ein ertragsstarkes Jahr.“ Bei seiner Prognose geht er von nahezu gleichen Einschlagszahlen wie in diesem Jahr aus. Nach Abzug der Ausgaben für die Holzernte, den Einkauf von Kulturen, für die Wegeunterhaltung und die Bestandspflege steht auf der Habenseite ein voraussichtlicher Gewinn in Höhe von 54 000 Euro. Auf der Ausgabenseite im Vermögenshaushalt steht nur ein Posten: die Instandsetzung des „Gösslesgrabenweg“. Dafür sollen 20 000 Euro ausgegeben werden.
Bürgermeister Oliver Schmid bedankte sich bei beiden Forstleuten für die gute Arbeit: „Unser Wald ist bei ihnen in guten Händen.“ Er freute sich über den satten Gewinn, „der unserer Stadtkasse gut tut“.
