Neue Stromtrasse naht
Träger öffentlicher Belange werden gehört – Entscheidung steht noch aus
Albstadt-Laufen, 15.12.2011 von Dagmar Stuhrmann
Die EnBW erneuert die 110-kV-Leitung auf der gesamten Strecke zwischen Dotternhausen und Ebingen. Das Projekt erhitzt auf Albstädter Gemarkung seit längerem die Gemüter: Ein Großteil der Laufener Bevölkerung will nicht, dass die Hochspannungsleitung wie bisher weiterhin mitten durchs Wohngebiet verläuft. Im Zuge der Leitungserneuerung scheint eine Alternative zumindest möglich. Seit geraumer Zeit wird verhandelt. Bislang jedoch ohne konkretes Ergebnis.
Die Entscheidung über das weitere Vorgehen steht noch aus. Laut Stadtverwaltung wird derzeit geprüft, ob die Trasse oberhalb der Wohnbebauung durch den Wald geführt werden kann. Die EnBW stimme sich in dieser Frage mit dem Regierungspräsidium ab. Momentan laufe die Anhörung der Träger öffentlicher Belange. Dazu gehören unter anderem die Naturschutzverbände, die aufgefordert werden, eventuelle Bedenken und Einwände gegen eine Trassenverlegung zu äußern.
Bis dato lägen noch nicht alle Stellungnahmen vor. „Wenn alles auf dem Tisch ist und geklärt ist, ob die Bedenken entkräftet werden können, wird sich entscheiden, ob die Umgehungstrasse verwirklicht werden kann,“ sagt Jürgen Gritsch, der bei der Stadt Albstadt mit dem Thema befasst ist. Einen Termin für die nächste Gesprächsrunde unter Beteiligung der Stadt Albstadt, bei der das weitere Vorgehen festgesetzt werden soll, gebe es noch nicht.
Laufen ist im Moment ein „weißer Fleck“
Ausgespart: Rund um den Stadtteil Laufen sind die fraglichen Strommasten bereits erneuert worden. Die Modernisierungsmaßnahme ist auf der einen Seite, von Dürrwangen her, bis an den Ortsrand von Laufen abgeschlossen und setzt sich auf der anderen Seite bis nach Ebingen fort.
Im Ortsbereich Laufen stehen nach wie vor die alten Masten. Die endgültige Entscheidung über die eventuelle Verlegung der Trasse steht noch aus.
