Wird mein Auto rosa lackiert?
13.12.2011 von Holger Much
Wer beim ZOLLERN-ALB-KURIER arbeitet, kommt viel rum. Bevorzugt auch mit dem Auto macht der allzeit bereite „rasende Reporter“ seinem Namen alle Ehre – selbstverständlich nur, was die Häufigkeit, nicht was die überhöhte Geschwindigkeit des vierrädrigen Unterwegs-Seins betrifft.
So tuckerte auch ich jüngst brav, gesetzestreu und immer im Auftrag von Ihnen, liebe Leser, durch Ebingen, gerade auf dem Weg zurück zum Parkplatz hinter unserer ZAK-Redaktion. Nichts Böses ahnend, erblickte ich plötzlich das bekannte blau-silberne Farbenduett eines Polizeiautos hinter mir. Zunächst dachte ich mir ja nichts dabei. Als der Wagen mir jedoch bis auf den Parkplatz folgte, dämmerte es auch mir: „die wollen was von mir“. Führerschein und Fahrzeugpapiere beispielsweise, an denen die beiden wirklich sehr netten Herren in Blau erfreulicherweise auch nichts auszusetzen hatten.
Auf meine Frage, warum denn nun gerade ich, ein langweilig-harmloser Zeitungsschreiber und Familienpapa, quasi bis vor die Redaktionstüre verfolgt worden sei, bekam ich eine verblüffende Antwort: Ganz offenbar macht mich die subversive Kombination aus meinem schwarzen kleinen Smart, zwei Sonnenblenden mit dem Schriftzug „Sonne macht albern“ und einem winzigen Aufkleber eines Gothic-Musik-Festivals zur äußerst verdächtigen Zielperson. Natürlich überlege ich mir nun schwer, mein Auto rosa umzulackieren und einen Aufkleber von Roland Kaiser aufzutreiben, um keinen Grund mehr für Verfolgungsfahrten zu bieten. Kostet ja wirklich unnötig Benzingeld.
Andererseits würde ich auf nette Plaudereien und spannende Einsichten in den Polizeialltag verzichten. Ich glaube, mein Auto bleibt doch schwarz.
