Schürze für Couragefelsen

Abdeckung mit Netz verteuert die Sanierung – Rund 116 000 Euro Kosten

Schürze für Couragefelsen

Albstadt-Ebingen, 08.12.2011 von Dagmar Stuhrmann

Anzeige
Der Ebinger „Couragefelsen“ ist brüchig. Handlungsbedarf besteht. Da nach neuesten Entwicklungen der Naturschutz eine „Übernetzung“ fordert, wird die Sanierung des Felsens teurer werden.

Unter dem Strich, informierte Betriebsamtsleiter Karlheinz Buckenmaier im Technischen und Umweltausschuss, werden sich allerdings die Kosten der „alten“ und der „neuen“ Sanierungsvariante die Waage halten. Die Stadtverwaltung hatte geplant, das tonnenschwere Material, das sich vom Felsen gelöst hat, abzuräumen. Das hätte etwa 25 000 Euro gekostet. Die Maßnahme hätte aber alle fünf bis zehn Jahre wiederholt werden müssen. Dieses regelmäßige Abräumen entfällt bei der Variante, die jetzt von Seiten des Naturschutzes gefordert wird: Der Felsen soll großflächig mit einem Netz versehen werden. Das wird alles in allem, inklusive Planungskosten und Gutachten, rund 116 000 Euro kosten.

Die Verwaltung hat keine andere Wahl. Und so bleibt, wie es SPD-Stadtrat Martin Frohme formulierte, nur, „mit den Schultern zu zucken und es zu akzeptieren“. Da der Felsen als Biotop klassifiziert wird, ist eine naturschutzrechtliche Genehmigung für die Sanierungsmaßnahme erforderlich. Die Netz-Variante habe den Vorteil, so Buckenmaier, dass damit „die Sache erledigt“ sei. Die Experten gehen von einer Haltbarkeit von 90 Jahren aus. Die Maßnahme ist inzwischen ausgeschrieben worden. Vier Fachfirmen sind zur Angebotsabgabe aufgefordert worden.

Vielleicht doch eher „Teurer Felsen“?

Passender Name: Der „Couragefelsen“ heißt so, weil früher junge Burschen gerne ihren Mut und ihre Männlichkeit bewiesen, indem sie waghalsig auf der steilen Felsnadel zwischen Ebingen und Meßstetten herumkletterten. Da man für solch eine Kletterpartie „Courage“, also Mut, brauchte, bekam der Felsen den Namen Couragefelsen.

Nicht ganz ernst gemeint war wohl der Vorschlag Dr. Jürgen Gneveckows, der im Ausschuss die Verteuerung der Felsensanierung so kommentierte: „Da muss man ja eventuell an eine Umbenennung denken...“ Vielleicht wäre ja „Teurer Felsen“ tatsächlich der passendere Name...

Eine kontrollierte Sprenung wäre zukunftssicher...

... oder weint dem (historischen?) Felsen jemand nach?

Wenn es doch um unser aller Sicherheit geht, sollte man entsprechend handeln.

Diese Netzlösung ist nicht für immer. Die Entfernung schon.
Tim Mahler am 08.12.2011 17:37:35

Ups ich vergaß ...

... daß es sich bei dem Stein um ein "Biotop" handelt ... In dem Fall sind ist eine Sanierung natürlich unumgänglich ... koste es was es wolle !

Ääh, da war doch noch etwas mit kinderfreundlicher Stadt und mehr Spielplätze, grünere Stadtgestaltung, mehr Entspannungsplätze usw.

ts,ts,ts . . .
Tim Mahler am 08.12.2011 17:56:32
Kommentare dieses Artikels als Feed

Optionen

Bilder (2)

Schlagworte

Mehr zum Thema

Anzeige

PROBE LESEN

Der ZAK bei Facebook

Singlebörse