Weichenstellung im Abstiegskampf

Landesliga: Frommern erwartet Achstetten

Balingen, 02.12.2011 von Michael Schneider

Anzeige
Abstiegskampf pur steht morgen Nachmittag (14 Uhr) in Frommern auf dem Programm. Die Schwarz-Gelben empfangen die TSG Achstetten, der Viertletzte gastiert beim Vorletzten.

Das Thema Abstiegskampf ist vor dem Aufeinandertreffen von Frommern und Achstetten mit Blick auf die Tabellen allerdings nur die halbe Wahrheit. Während sich der TSV schon seit einiger Zeit gedanklich mit der Bezirksliga befasst und mit erst acht Punkten keine realistische Aussicht mehr auf den Ligaverbleib hat, sieht es in Achstetten ganz anders aus. Die TSG rangiert mit 17 Zählern nur sechs Punkte hinter dem ersten Nichtabstiegsplatz und hegt weiter berechtigte Hoffnungen auf den Klassenerhalt.

Dass die Schere zwischen beiden Mannschaften vor dem direkten Vergleich derart auseinanderklafft, hat auch der vergangene Spieltag gezeigt. Achstetten gewann die verhältnismäßig niveauarme Partie gegen die TSG Balingen 2 mit 2:0 und sendete kurz vor der Winterpause ein eindrucksvolles Lebenszeichen. Gleichzeitig bestätigte der Aufsteiger seine Berg- und Talfahrt der vergangenen Wochen. In zehn Spielen schlugen je fünf Siege und Niederlagen zu Buche, von Konstanz war keine Spur. Seit dem zweiten Spieltag sitzt Achstetten in der Abstiegszone fest.

Noch schlimmer steht es derweil um Frommern. Der TSV kam in dieser Spielzeit noch nicht über den drittletzten Platz (1. Spieltag) hinaus und gab zudem erst vor vier Wochen die rote Laterne an den FC Winterlingen ab. Just der Lokalrivale war es, der den jüngsten Aufwärtstrend der Schwarz-Gelben jäh stoppte. Im Derby unterlag Frommern dem FCW mit 0:1 und sorgte bei Übungsleiter Norbert Klein für großen Ärger. „Wir haben zurecht verloren. Ich bin arg enttäuscht von meiner Mannschaft. Das war eine katastrophale Leistung.“

In der Tat war von den starken Auftritten gegen den SV Reinstetten (4:1) und den FV Rot-Weiß Weiler (1:0) wenig zu sehen, als Frommern seine ersten beiden Saisonerfolge feierte. Bis auf Torhüter Dirk Seiffert, der in der Schlussphase mit einigen Paraden das knappe Ergebnis wahrte, nahm Frommerns Coach niemanden aus seiner Kritik aus. „Wir waren durch die Bank schwach. Es ist mir unbegreiflich, wie wir in unserer Situation so auftreten konnten.“ Mit einem Dreier in Winterlingen und einem Sieg gegen Achstetten hätten sich die Schwarz-Gelben zur Winterpause im Abstiegskampf in eine Lauerstellung bringen können. „Natürlich redet bei uns niemand vom Nichtabstieg. Aber im Fußball ist trotzdem fast alles möglich.“ Gerade aus diesem Grund war die Niederlage für den Trainer „eine ganz bittere Pille.“

Für das morgige Duell mit Achstetten bleibt die Marschroute, alles besser zu machen als zuletzt gegen Winterlingen. „Im Derby haben wir die Vorgaben nicht eingehalten. Wir hatten eigentlich keinen Spielaufbau, sondern nur Langholz und blinde Bälle.“ Ohnehin las Klein seiner Truppe vor dem Spiel gegen die TSG ordentlich die Leviten: „Wenn es spielerisch nicht läuft, muss wenigstens die Einstellung stimmen.

HBW News auf´s Handy

Fußball

Anzeige

Der ZAK bei Facebook