Musik zum Träumen schön
Junge Bläserphilharmonie überzeugt in der Lamprechtskirche
Messstetten, 07.11.2011 von Peter Franke
Man habe sich bewusst klassische Werke, Kammermusik, heraus gesucht, sagte Chorleiter Joachim Balz. Die jungen Leute wollten sich der Herausforderung stellen, interessante Erfahrungen sammeln. Viel mehr Worte verlor er nicht, brauchte er auch nicht.
?Das gesamte Konzert wurde von Blechinstrumenten gestaltet, nimmt man das eindrucksvolle Solo von J. Schnitzler aus, der an der Orgel von der bestens disponierten Birgit Müller-Schütze begleitet wurde.
Es waren meist kurze Stücke, die gespielt wurden. Sie stammen unter anderem von den Komponisten Händel, Bruckner und Ravel. Es gelang den Musikern durch diese Abwechslung, das Konzert unterhaltsam zu gestalten, wenngleich die getragenen Stücke deutlich überwogen. Erste Gedanken an die nahende besinnliche Zeit wurden wach, nur kurz unterbrochen durch George Gershwin oder Giovanni Gabrieli, dessen „Cancone Septini No. 2 (Allegro) erstaunlich modern klang und in jeden amerikanischen Film der 60er Jahre gepasst hätte. Mit „Suite from Abdelazer“ (Henry Purcell) war auch mal ein langer Abschnitt zu hören, in der immer wieder eine silberhell gespielte Bachtrompete heraus ragte. Offensichtlich war in diesem Konzertteil hohe Konzentration gefordert, die der folgenden Feuerwerksmusik Händels ein wenig die Spritzigkeit nahm. Da stiegen doch eher dickere Raketen auf.
Von den rund 50 Besuchern in der Kirche wurde verdienter Beifall gespendet und Josef Braun, Vorsitzender des Blasmusik-Kreisverbandes, ließ es sich nicht nehmen, „…entgegen der Abmachung…“ doch einige Lob- und Dankesworte auszurichten. Er fühle sich nach dem Wochenstress wie neu geboren. Auch habe er noch nie zehn Hörner gemeinsam musizieren gehört und dann auch noch so harmonisch. Wenn das erstmals von Joachim Balz präsentierte „reine Blechbläserenselmble“ so weiter mache, werde es bald in noch größeren Kirchensälen spielen und diese auch füllen
