Grenzenlos rocken
Christliches Konzert „Rock Without Limits“ räumt mit Vorurteilen auf
Balingen, 31.10.2011 von Hannes Mohr
Die Bands kamen aus der ganzen Welt. Beinahe die Hälfte aller Gruppen nahmen den weiten Weg aus den USA auf sich. Andere kamen aus dem europäischen oder deutschen Raum. Genauso bunt gemischt war auch das Publikum. „Wir haben Besucher aus Frankreich, Dänemark, Schweden, Österreich, Niederlande und sogar aus Portugal“, erzählt Johannes Radtke, Mitglied des Organisationsteams.
Veranstalter des Fests ist der Verein „Music Without Limits“. Seit acht Jahren richtet der Verein das Festival „Rock Without Limits“ aus. Die vergangenen beiden Jahre fand es in der Sport- und Kulturhalle in Gomaringen statt, nun ist es nach Balingen umgezogen. „Gomaringen ist für uns zu klein geworden“, erklärt Radtke, „das Festival war die vergangenen Male immer ausverkauft“. Die Wahl sei auf Balingen gefallen, da die Stadt die beste Infrastruktur für solch ein Festival habe.
Gleich auf drei Bühnen präsentierten sich die 45 Bands: In der Volksbankmesse, in einem Festzelt neben der Messehalle und im „Loft“. „Es ist das größte CCM-Festival Deutschlands“, sagt Radtke. Die Abkürzung CCM steht für „contemporary christian music“, was auf deutsch soviel bedeutet wie zeitgenössische christliche Musik.
Das Konzert habe vor allem ein Ziel, meint Radtke: „Wir wollen mit Vorurteilen gegen christliche Rockmusik aufräumen“. Das solche Musik nicht nur Schmuse-Songs hervorbringt, bewies an diesem Abend nicht nur eine Musikgruppe. Für jeden war etwas dabei: Von langsamen Pop hin bis zu Death-Metal. Dem Publikum gefiel es sichtlich.
Die Menge vor der Hauptbühne war bereits am frühen Abend nicht mehr zu halten. Zwar gab es für die Gäste in Sachen musikalischer Unterhaltung keine Einbußen, auf Rauschmittel mussten sie allerdings verzichten. „Auf dem gesamten Festival wird kein Alkohol ausgeschenkt“, betont Radtke. Man könne natürlich nicht verhindern, dass der ein oder andere vor dem Festivalbesuch etwas trinkt, aber „sichtlich alkoholisierte Personen lassen wir nicht mehr hinein“.
Neben den Konzerten konnten sich junge Nachwuchskünstler bei einem Bandcontest am Samstagmorgen behaupten. Zu gewinnen gab es unter anderem eine professionelle Studioaufnahme.
