Votum für den Erhalt der Schiene

Dotternhausen wird das Defizit der Strecke Balingen-Schömberg weiter mittragen

Dotternhausen, 28.10.2011 von Siegfried Seeburger

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Auch in den nächsten fünf Jahren werden die Züge zwischen Balingen und Schömberg verkehren – wenn es nach den Dotternhausener Gemeinderäten geht. Sie wollen das Defizit weiter mittragen.

Die Gemeinde Dotternhausen beteiligt sich weitere fünf Jahre an der Finanzierung des Betriebs auf der Bahnstrecke zwischen Balingen und Schömberg. Der Gemeinderat hat einer entsprechenden Vertragsverlängerung zugestimmt und sich damit verpflichtet, das jährliche Defizit in Höhe von maximal 5 861 Euro mitzutragen.

Bereits im Jahr 2001 beabsichtigte die Deutsche Bahn eine Stilllegung der offensichtlich nicht mehr rentablen Bahnstrecke. Es bedurfte damals langwieriger Verhandlung bis die Hohenzollerische Landesbahn (HzL) die rund zehn Kilometer lange Strecke von der „DB Netz AG“ pachten und damit auch funktionsfähig erhalten konnte. Die Kosten dafür liegen bei rund 64 000 Euro jährlich. Diese Gesamtkosten teilen sich der Landkreis (ein Drittel) sowie die Städte Balingen und Schömberg, die Gemeinden Dotternhausen und Dormettingen sowie Holcim, die Spedition Bauschatz und die Firma Wochner. Auf die Gemeinde Dotternhausen entfällt ein Anteil von 9,17 Prozent, maximal jedoch 5 861 Euro.

Bürgermeisterin Monique Adrian hat dem Gemeinderat vorgetragen, dass die HzL auf der Bahnstrecke Balingen-Schömberg trotz Zuschüssen und Einnahmen aus dem Bahnverkehr ein jährliches Defizit von rund 39 000 Euro zu tragen habe. Um dieses Manko zu decken, müssten zwischen Schömberg und Balingen jährlich 600 Züge verkehren – in diesem Jahr rechnet die HzL mit 100 Zügen. Gemeinderätin Heike Rüthers-Grossmann regte an zu prüfen, ob das Wandershuttle nicht auch an Wochentagen verkehren könnte. Bürgermeisterin Adrian sah dafür kaum eine Möglichkeit. Die früher einmal hoch angesetzten Kiestransporte vom Raum Sigmaringen/Laiz ins Obere Schlichemtal brachte Gemeinderat Karl Haller zur Sprache. Auf diesem Gebiet habe sich in den vergangenen Jahren überhaupt nichts getan, ärgerte er sich und meinte, dass es sich doch nicht um den immer noch fehlenden Gleisanschluss im Kiesabbaugebiet handeln könne.

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