HSG-Damen im Pech

3. Liga: „Hätten einen Punkt verdient gehabt“

Albstadt-Ebingen, 26.10.2011 von Michael Schneider

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Die tolle Trotzreaktion von Albstadts Drittliga-Handballerinnen blieb ungekrönt. Nach dem 24:26 beim TV Möglingen bleibt die HSG weiter ohne Punkt. Diese Woche sind die Damen spielfrei.

„Es ist schade für meine Mädels, dass es am Ende wieder nicht gereicht hat“, haderte Albstadts Trainerin Zeljka Rajak. Die Kroatin wusste, warum der Traum vom ersten Saisonsieg weiter unerfüllt blieb. „Wir haben zu viele Chancen vergeben, das hat sich gerächt. Ansonsten haben wir eine richtig gute Leistung gezeigt, auch spielerisch hat es diesmal sehr gut gepasst.“

Die HSG bot dem Tabellendritten vom Anpfiff weg erstaunlich gut Paroli und ließ Möglingen nicht zur Entfaltung kommen. Bis in die Schlussphase der ersten Halbzeit gestaltete das Rajak-Ensemble die Partie ausgeglichen, erst kurz vor dem Pausenpfiff zog der TVM auf 14:11 davon. „Wir haben einen Siebenmeter und zwei freie Würfe liegen lassen. Das hat Möglingen eiskalt ausgenutzt.“

Vor rund 200 Zuschauern dauerte es satte acht Minuten, bis Möglingen seinen ersten Treffer erzielte. Bis dahin scheiterte man an der starken HSG-Defensive oder einfach an den eigenen Nerven. „Unsere Abwehr stand super“, freute sich Rajak. „Wir haben den Gegenspielerinnen ganz wenig Raum geboten.“ So schaffte es der Favorit auch im zweiten Abschnitt nicht, sich deutlicher abzusetzen und für klare Verhältnisse zu sorgen. Albstadt zwang den TVM immer wieder zu technischen Fehlern. Selbst als die Gastgeberinnen den Vorsprung in der Schlussviertelstunde auf 24:19 ausbauten, ließ die HSG nicht locker. „Ich kann den Mädels keinen Vorwurf machen“, attestierte Rajak ihren Damen volle Einsatzbereitschaft. „Wir haben von Anfang bis Ende toll gekämpft.“ Möglingen hatte mit der bemerkenswerten Gegenwehr des Tabellenletzten große Probleme. Zwei Minuten vor der Schlusssirene war ?der Abstand auf zwei Treffer geschrumpft, Albstadt hatte gar die Möglichkeit zum Anschlusstreffer. Entscheidend war schließlich ein verschossener Siebenmeter, der HSG-Übungsleiterin Rajak nach Abpfiff noch schwer im Magen lag. „Wir waren dran und hätten einen Punkt auf jeden Fall verdient gehabt.“

Nach der Pleite in Möglingen ist Albstadt weiter das einzige punktlose Team der Liga. In knapp zehn Tagen geht es dann auf heimischer Platte gegen den TV Grenzach, der am vergangenen Spieltag gegen Tabellennachbar Mainz-Bretzenheim seinen zweiten Saisonsieg feierte. TVG-Coach Michael Matschenz sprach vor der Partie von einem „Vierpunkte-Spiel gegen den Abstieg“. Ähnliches bahnt sich auch für den Auftritt in Albstadt an

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