Viel erlebt im Land der Indianer

Straßberg, 25.10.2011

Viel erlebt im Land der Indianer

Angebote der Jugendarbeit werden gut angenommen – Herbstferienspiele sind der Renner

Ohne Essen geht gar nichts. Spaghetti, Toast und Pizza sind freitags die Renner im Straßberger Bahnhof. Muffins und Wurstsalat ziehen ebenfalls. Bis zu 16 Besucher kommen regelmäßig in den Jugendtreff.

„Den Jugendlichen ist das gemeinsame Zubereiten und Essen sehr wichtig“, betont Bettina Landenberger, die Mitarbeiterin vom Haus Nazareth. Die Einrichtung, die ihren Sitz in Sigmaringen hat, ist seit 2007 für die Jugendarbeit zuständig.

Wenn aber die Jugendfeuerwehr Probe hat, sieht es mau aus. Dann fühlt sich Landenberger an die erste Zeit zurück. Mit zwei Gästen startete der Jugendtreff – damals noch unter Leitung von Alexander Schülzle.

Ein festes Programm gibt es am Freitag nicht. Während eine Gruppe nach dem Essen Billard oder Tischkicker spielt, machen es sich die anderen auf dem Sofa bequem, um zu quatschen. Wer zu Hause kein Internet hat, zieht sich zum Surfen und Chatten in einen separaten Raum zurück. Drei Computer stehen zur Verfügung. Geöffnet hat der Jugendtreff freitags immer von 18 bis 20.30 Uhr.

Auch der Teenietreff am Mittwoch von 14 bis 16 Uhr wird von Kindern im Grundschulalter gut besucht. In der Regel kommen an die 25 Jungen und Mädchen. Werbung dafür macht Bettina Landenberger in der Schule. Das derzeitige Motto heißt „Willkommen im Land der Indianer“. Die Teilnehmer haben schon viel erlebt, sie unternahmen Geländespiele und bastelten Kopfschmuck.

Seit dem Schuljahr 2009/10 führt das Haus Nazareth zudem die „Verlässliche Grundschule“ durch. „Bedarf ist da“, freut sich Bettina Landenberger. Unter Anleitung der Erzieherin betreut derzeit der Anerkennungspraktikant Tobias Frank 24 Schulkinder von 7 bis 8.45 Uhr und von 11.20 bis 13 Uhr in der Schlossgartenschule. Die Grundschüler können Hausaufgaben machen, spielen, malen oder basteln.

Äußerst beliebt sind die Betreuungsangebote während der Fasnets-, Oster-, Pfingst- und Sommerferien. Der Tag beginnt stets mit einem gemeinsamen Frühstück, danach beteiligt sich die Gruppe kreativ oder unternimmt Ausflüge und Wanderungen. Einen Höhepunkt bilden immer die „Ferienspiele unter der Burg“ Ende Oktober. Im vergangenen Jahr haben 38 Kinder von der ersten bis zur sechsten Klasse teilgenommen. Für dieses Jahr liegen bereits 34 Anmeldungen vor. Los geht's am kommenden Montag, 31. Oktober. Passend zu Halloween werden am ersten Tag Rübengeister geschnitzt. Wegen der am Abend in der Schmeienhalle stattfindenden Party des Burgnarrenvereins findet das diesjährige Herbstprogramm in der Schlossgartenhalle statt.

Für die Jugendarbeit wendet Straßberg jedes Jahr 14 000 Euro auf. Der Landkreis steuert die ersten fünf Jahre die Hälfte bei, danach immerhin noch 25 Prozent. In der Januar-Sitzung des Gemeinderates war Bürgermeister Manfred Bopp voll des Lobes: „Besser kann es nicht laufen. Alle Angebot werden angenommen.“ Die Übertragung der Jugendarbeit an das Haus Nazareth sei sinnvoll und wirtschaftlich gewesen.

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