Musik die von Herzen kommt

Sonderkonzert „Junger Talente“ der Jugendmusikschule Zollernalb im Werkforum von Holcim

Dotternhausen, 24.10.2011 von Siegfried Seeburger

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Junge Talente im Alter zwischen 11 und 18 Jahren zeigten im Dotternhausener Werkforum ihr musikalisches Können. Dieses Sonderkonzert veranstaltete die Jugendmusikschule Zollernalb.

Zu einem Sonderkonzert „Junger Talente“ hat die Jugendmusikschule Zollernalb ins Werkforum von Holcim nach Dotternhausen eingeladen. Schulleiter Sigurd Betschinger begrüßte die Gäste und wünschte allen ein musikalisches Erlebnis mit Freude und Staunen: „Es wird ein wunderschönes Konzert mit Musik, die von Herzen kommt und die Herzen berührt“.

Alles konzentrierte sich in der Rotunde des Werkforums dann auf die „Jungen Talente“ im Alter zwischen 11 und 18 Jahren. Sie alle musizierten auf eine Art und Weise, die Begeisterung weckte und Staunen und Bewunderung in wohltuende Spannung gleiten ließ. Von den insgesamt sieben „Jungen Talenten“ begannen Lisa Gulde (Klavier), Patrizia Klavier und Violine) und Vera Bieber Klavier und Blockflöte) sowie Alexander Koßmann (Horn) die musikalische Laufbahn bei den Jugendmusikschulen Zollernalb sowie Balingen. Patrizia und Vera Bieber genießen zwischenzeitlich speziellen Musikunterricht an der Musikhochschule in Trossingen. Sie haben schon an bedeutenden in- und ausländischen Wettbewerben teilgenommen und sind dabei mit Preisen ausgezeichnet worden.

Drei „Junge Klavier-Talente“, und zwar Miriam Drasovean, Teodora Oprisor und Tudor Theodoru waren aus dem rumänischen Sibiu (Hermannstadt) nach Dotternhausen gekommen. Sie besuchen in ihrer Heimat zurzeit die 12. Klasse des Musikgymnasiums. Bei Meisterkursen und zahlreichen nationalen und internationalen Konzerten und Wettbewerben waren sie stets überaus erfolgreich. Sigurd Betschinger stellte heraus, dass die persönliche Verbindung von Angela Seiwerth, die seit 16 Jahren als Musiklehrerin hier tätig ist, den Besuch der drei „Jungen Talente“ aus Rumänien ermöglicht habe.

Bereits das Hornkonzert Nr. 2 in D-Dur von Joseph Haydn (1732-1809), das von dem 11-jährigen Alexander Koßmann (Horn) und Lisa Gulde (18) exzellent interpretiert wurde, war von besonderer Klasse. Ebenso gekonnt spielte Lisa Gulde die Passacaglia von Sigismund Toduta (1908-1991). Brillant und ausdrucksstark war das Klavierspiel von Miriam Drasovean. Virtuos und geprägt von persönlicher Farbe klang die Klaviersonate Nr. 12 in As-Dur von Ludwig van Beethoven (1770-1827) und die Ballade op. 47 Nr.3 von Frédéric Chopin (1810-1849).

Patrizia und Vera Bieber spielten zusammen drei Stücke op. 25, Lento, von dem zeitgenössischen Komponisten Edison Denisov (1929-1996). Feine Abstimmung, hohe Konzentration und nahtloses Ineinanderfließen bildeten ein nachklingendes Hörerlebnis. Die Sonate C-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) war dazu hervorragender klanglicher Kontrast. Virtuos spielte Patrizia Bieber auf der Violine die Ciacona g-Moll von Tomaso Antonio Vitali (1663-1745). Teodora Oprisor begeisterte am Klavier mit Präludium und Fuge in d-Moll (aus Wohl temperiertes Klavier) von Johann Sebastian Bach (1685-1750). Klangfarbe und persönliche Ausstrahlung waren für Auge und Ohr ein Genuss. Nicht anders war es bei Etüde op. 25 und Ballade op. 23 von Frédéric Chopin. Einen grandiosen Schlusspunkt am Klavier setzte Tudor Theodoru mit der Ungarischen Rhapsodie Nr. 2 und La Campanella von Franz Liszt (1811-1886).

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