„Gott kann mich hier gebrauchen“
Pfarrer Gottfried Engele hält seine erste Predigt in der Tailfinger Peterskirche
Albstadt-Tailfingen, 04.10.2011
„Nun jauchzt dem Herren alle Welt, kommt her, zu seinem Dienst euch stellt“– mit diesem Lied begann der Gottesdienst in der Pauluskirche. Die Investitur und Einsetzung wurde vom Posaunenchor TOP und dem Kirchenchor umrahmt. Mit dabei auch Begleiter und Mitglieder vom Kirchengemeinderat Trichtingen, dort war Gottfried Engele über 13 Jahre Pfarrer.
Brigitte Leibfritz, die Vorsitzende der Kirchengemeinde, verband ihre Begrüßung mit dem Wunsch, dass in dem neu renovierten Pfarrhaus wieder Leben mit Kindern einkehren möchte und die Familie hier eine neue Heimat finde. „Also hat Gott die Welt geliebt, dass alle die an ihn glauben nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben“ – unter dieses Wort stellte Dekan Martin Seitz die Investitur. Im christlichen Leben dürfe man nicht glauben, alles allein tun zu können, dies gelinge nicht und sei nur mit Gott als Grundfestigkeit möglich. Gottes vorbehaltlose Liebe stelle keine Bedingungen. „Sie, liebe Gemeinde, nehmen sie den Dienst ihres neuen Pfarrers an“, so der Dekan bei der Verpflichtung, „ja, und Gott helfe mir“ – antwortete Pfarrer Engele. Die Sprecherinnen Katharina Hetzel und Jutta Firmenich vom Kirchengemeinderat aus Trichtingen meinten unisono, ihnen falle es schwer, die Pfarrersfamilie gehen zu lassen. Sie hoben das gute Miteinander heraus, wünschten Gottes Behütung in Tailfingen.
Nach der Schriftlesung durch Pfarrerin Hanna Scharpf stellte sich Gottfried Engele vor, hielt seine erste Predigt in neuer Umgebung. In Tailfingen gebe es einen Neuanfang, „ich denke, Gott kann mich hier gebrauchen“. Er erinnerte an ein Wort von Petrus „wir haben, was wir hatten, verlassen und sind dir nachgefolgt“. Glaube sei eine Beziehung des Menschen zu Gott, Glaube rechne Gott nicht auf, dies sei ein reformatorischer Kernsatz.
Brigitte Leibfritz dankte Pfarrerin Hanna Scharpf und Pfarrer Thomas Elser für ihre getätigte Mehrarbeit in der vakanten Zeit über acht Monaten. Friedrich Pommerencke als Vertreter der Stadt Albstadt meinte, er finde es schön, dass sich immer wieder Menschen finden, die sich für den christlichen Glauben einsetzen. In Tailfingen sei ein fruchtbarer Boden, mit viel Einsatz bringe er eine große Ernte.
CVJM-Vorsitzender Wolfgang Schairer stellte die bisherigen guten Verbindungen zwischen dem CVJM und den Pfarrern der Peterskirche heraus. Pfarrer Philipus Maier aus Onstmettingen hieß als Distrikt-Vertreter die Familie ebenso herzlich willkommen wie der katholische Dekan Anton Bock. Sigrid Beck von der methodistischen Kirche hob die bisherige enge ökumenische Verbindung, „über allem steht die Liebe, die die Menschen über alle Konfessionen verbindet“, hervor. Ein abschließender Höhepunkt war der Auftritt von Mirjam und Gina, die beiden Mädchen aus der Kirchengemeinde sangen zwei Lieder für die neue Pfarrerfamilie.
