Bürgermeister verordnet Sparkurs

„Wir müssen zwei Sabattjahre einlegen“ – Sanierung des Friedhofsweges auf Wunschliste

Bürgermeister verordnet Sparkurs

Winterlingen-Harthausen, 23.09.2011 von Volker Schweizer

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Der Haushalt 2012 der Gemeinde Winterlingen steht unter schlechten Vorzeichen. Sparen, sparen und nochmals sparen lautet die Vorgabe von Kämmerin Margot Laib.

„Winterlingen wurde durch die Konjunkturkrise gnadenlos gebeutelt“, verdeutlichte Bürgermeister Michael Maier den Ortschaftsräten am Dienstagabend die Problematik. Darüber hinaus habe die Gemeinde über 100 Einwohner verloren. Und trotz der widrigen Gegebenheiten dürfe an Infrastruktur nichts wegbrechen.

Große Hoffnungen der Ortschaftsräte in Harthausen und Benzingen dämpfte er: „Wir müssen zwei Sabattjahre einlegen, können also nur das dringend Notwendige machen.“ 2012 soll die Kindertagesstätte Schwerpunkt sein, 2013 der Straßenbau.

Auf die Wunschliste für das nächste Jahr setzten die Ortschaftsräte von Harthausen die Sanierung des Friedhofsweges zwischen Hauptstraße und Fabrikweg. Die geschätzten Kosten belaufen sich auf zwischen 70 000 und 80 000 Euro. Außerdem möchten sie für die Feuerwehr-Abteilung eine neue Tragkraftspritze und zwei komplette Atemschutzgeräte haben.

Wichtig ist ihnen aber auch das Gewerbegebiet „In der Röte“. Dort wollen sich zwei Betriebe niederlassen. „Für rund 30 000 Euro müssen wir Grunderwerb tätigen“, schätzte Ortsvorsteher Augustin Pfaff. Der weitere Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße nach Benzingen, der so genannte Dingele-Weg, ist den Harthausern – ebenso wie ihren Nachbarn – ein weiteres Anliegen.

Gerne hätten die Ortschaftsräte auch, dass die Straße „Im Kai“ und die Verbindung zur Juhestraße ausgebaut würde. Bürgermeister Michael Maier schlug vor, diese Maßnahme, die schon seit vielen Jahren immer wieder geschoben wird, in die mittelfristige Finanzplanung für das Jahr 2013 aufzunehmen.


Ortsvorsteher ist nicht erfreut: Post streicht die Paketannahme

Die Bäckerei Sauter darf keine Pakete mehr entgegennehmen.„Ich habe mich massiv dagegen gewehrt“, betonte Ortsvorsteher Augustin Pfaff im Ortschaftsrat, doch genutzt hat es am Ende nichts. Die Post bleibt bei ihrem Entschluss. Brief- und Paketmarken werden aber weiterhin verkauft. Wer nicht in der Lage ist, auswärts zu fahren, kann aber den mobilen Postservice nutzen. Laut Augustin Pfaff ist die Post nur in Gemeinden über 2000 Einwohner verpflichtet, eine Paketannahmestelle vorzuhalten.

Das mobile Bürgerbüro ist eingerichtet. Ab sofort werden in Harthausen jeden Mittwochnachmittag Pässe und Ausweise ausgestellt.

Der Seniorenkreis will die drei Kreuze am Ortseingang streichen und zwei Bäume pflanzen

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