Nickel trotzt Regen

Rad: Team Albstadt beim „Riderman“ auf Abwegen

21.09.2011

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Gerd Nickel vom Radrennstall Team Injoy-Mabitz hat den Rothaus-Riderman auf Gesamtplatz zehn beendet. In Bad Dürrheim ebenfalls mit dabei war das Team Albstadt – in ungewöhnlicher Besetzung.

Bad Dürrheim. Alles andere als in Bestform nahm Gerd Nickel den zwölften Rothaus-Riderman in Bad Dürrheim in Angriff. In den zurückliegenden Wochen habe er sich dem Radtraining nicht in gewünschtem Umfang widmen können, begründete der Balinger seine anfängliche Skepsis.

Doch bereits am ersten Tag war jene wieder verflogen. Denn Nickel zeigte beim Einzelzeitfahren zum Auftakt eine solide Leistung, brachte eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 41 Stundenkilometern auf die Straße und landete nach 16 Kilometern und 200 Höhenmetern in einer Zeit von 23:24 Minuten auf dem ordentlichen 18. Platz. „An den beiden folgenden Tagen standen jeweils Straßenrennen mit mehreren Bergwertungen auf dem Programm, was mehr nach meinem Geschmack war“, berichtete Nickel. Das erste Rennen über 81,5 Kilometer und 1020 Höhenmeter begann rasant. Der Balinger hielt der hohen Frequenz stand und landete im Ziel nach 2:08,05 Stunden auf dem zwölften Rang. „Für den letzten Tag meinte es der Wettergott gar nicht gut mit uns Teilnehmern“, blickte Nickel auf die schwierigen Bedingungen und die starken Regenfälle zurück. „Das Wasser stand teilweise bedrohlich auf dem Asphalt und machte so manche Abfahrt zum Risiko“, erklärte der Balinger.

Nickel navigierte sich auf der Schlussetappe sicher durch die selektive, sehr kurvenreiche und 86 Kilometer lange Strecke (1050 Höhenmeter) durch den Schwarzwald. Auch die dritte Etappe beschloss Nickel nach 2:21,22 Stunden auf dem zwölften Platz. In der Gesamtwertung aller drei Rennen schob sich der Kreisstädter damit unter den insgesamt 486 Teilnehmern auf den zehnten Rang. Mit diesem sei ihm eine Punktlandung geglückt, denn eine Top-Ten-Platzierung habe er sich beim „Riderman“ schon lange vorgenommen, freute sich Nickel.

In Bad Dürrheim ebenfalls mit dabei war das Team Albstadt, allerdings in einer ungewöhnlichen Besetzung. Nachdem das eigentlich gemeldete Damenteam aufgrund von Krankheit oder Studium habe passen müssen, sei vom Radsportbezirk Schwarzwald-Zol-lern kurzfristig das Männer-Team Albstadt reaktiviert worden, erzählt Gunter Bohnenberger. Der Routinier vom RSV Tailfingen wusste an der Seite von Lorenz und Ulrich Bock sowie Thomas Halter und Andreas Weis durchaus zu überzeugen.

„Während das Zeitfahren für uns noch zu den bekannten Disziplinen zählte, waren die zweite und dritte Etappe für uns Kurvenflitzer völlig ungewohnt“, sagte Bohnenberger, der erklärend hinzu fügte: „Denn hier ging es ja nicht auf die für uns gewohnte Rund- oder Kriteriumstrecke, nein hier war lediglich eine Runde quer über die Baar zu fahren.“ Diese habe ungewohnte Anforderungen an die Albstädter gestellt, aber auch „neue Erfahrungen bezüglich Taktik und Fahrtechnik“ mit sich gebracht.

Bei den Senioren 3 belegte Bohnenberger unter 53 Teilnehmern in der Gesamtwertung den starken fünften Platz. Ulrich Bock folgte auf Rang zehn. Bei den Senioren 2 wusste auch Weis als 24. der 115 Fahrer zwischen 40 und 50 Jahren zu überzeugen. Halter schlug sich im Feld der 145 Amateure ebenfalls sehr gut und kam auf Rang 28. Lorenz Bock ließ die dritte Etappe aufgrund der widrigen Wetterverhältnisse aus, belegte nach langer Rennabstinenz in seinen beiden Rennen aber Plätze im Mittelfeld. Bohnenberger resümierte: „Trotz dieser neuen Erfahrungen freuen wir uns aber wieder auf die schnelle und interessante Kurvenhatz beim Interstuhl-Cup, dem VR-Cup und den weiteren Rennen in der Region.

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