Schwarz-Gelbe planen mit dem Aufstieg
Kreisliga B: Frommern 2 in Zillhausen gefordert – René Wismar kickt jetzt in Heselwangen
Zollernalbkreis, 17.09.2011 von Marcel Schlegel
Doch nicht auf jeden vermeintlichen Titelanwär-ter trifft dies zu. Denn dass die Spvgg Truchtelfingen, mit dem direkter Wiederaufstieg als Ziel in die Kreisliga B 1 gestartet, zum Auftakt beim TSV Straßberg 2 nur zu einem 1:1 kam, mutet schon überraschend an. Erwartungsgemäß indessen die Siege der Absteiger FV RW Ebingen (2:0 bei der TSG Margrethausen) und Türk Winterlingen (3:1 bei den Spfr Bitz 2).
In der Kreisliga B 2 haben sich die Favoriten am ersten Spieltag keine Blöße gegeben. Der SV Heselwangen ist nach dem 6:0-Sieg beim TSV Laufen 2 erster Tabellenführer. Ingolf Jetter misst dem Kantersieg keine große Bedeutung zu. „Laufen ist kein Gradmesser“, sagt der Co-Trainer: „Da kommen noch andere Gegner.“ Indes habe die Elf um Coach Flaiz bereits gut harmoniert: „Im Abschluss hapert es noch. Wir hätten höher gewinnen können.“ Ein Vorteil des SVH: Die Truppe ist beinahe komplett zusammen geblieben, einen Neuzugang gab es – und der ist kurios: René Wismar, zuletzt Drittliga-Handballer beim HBW Balingen-Weilstetten 2. „Er ist vorne drin eine Verstärkung für uns“, lobt Jetter.
Offiziell visiert Heselwangen die Top-Drei an. Um den Aufstieg spielen laut Flaiz andere: der FC Zillhausen und der TSV Fromm-ern 2. Auch die Schwarz-Gelben, mit einem 4:0 über den ASV Engstlatt gestartet und aktueller Zweiter, haben die Albstädter als Hauptrivalen auserkoren. „Wenn man sieht, wer in Zillhausen spielt, muss man zu dieser Einschätzung kommen“, grinst Ralf Schneider. Die Spitze des TSV-Spielleiter bezieht sich nicht nur auf die prominente Elf vom trainierenden Torwart Axel Conzelmann um einstige Landes-liga-Kicker wie Kevin Canonne oder Tobias Schick, sondern eben auch auf die Neuzugänge: Anton Schultz, kam vom TSV Laufen, Cornelius Teufel kurioserweise aus Frommern. Und auch bei Martin Graef, zuletzt FC Onstmettingen, handelt es sich ja um einen Ex-Frommerner.
„Wir brauchen einen guten Unterbau für unsere Erste“, erklärt Schneider: „Deshalb sollten wir in die A-Klasse hoch.“ Das Potenzial für den Aufstieg hat die „Zweite“. Neun A-Junioren sorgen für die spielerische Leichtigkeit, Steffen Hölle, Ali Tzeichoun, Johannes Wetsch und Tobias Wingert für die Routine. „Die jungen Spieler müssen sich erst an die harte Gangart gewöhnen. Deswegen ist der Aufsteig kein Muss in diesem Jahr“, sagt Schneider. Am Sonntag gastiert das Team in Zillhausen, das zunächst spielfrei war. Schneider: „Dort wird man sehen, was für uns möglich ist.“
Die Kreisliga B 3 kennt nicht wirklich einen Favoriten, darin sind sich die Coaches einig. Bei neun der zwölf Mannschaften han-delt es sich um Reserveteams, in denen die Fluktuation an Spielern für gewöhnlich groß ist. Ein erstes Ausrufezeichen setzte die SG Weildorf/Bittelbronn 2, die am ers-ten Spieltag den TSV Stetten/ Hechingen 2 mit 11:0 abfertigte. Ob dies eine Eintagsfliege war, wird sich am Sonntag um 13.15 Uhr beim FV Bisingen 2 zeigen. Die FVB-Zweite unterlag zum Auftakt bei der neu gegründeten SGM Hart/Owingen mit 1:3.
Vom Aufstieg will Owingens Vorsitzender Ewald Sinz trotz der Verstärkungen durch Spieler des Kreisliga-A-Absteigers SV Hart nicht sprechen. „Die beiden Teams müssen sich erst noch finden. Bisher läuft die Kooperation sehr gut.“ Das Ziel sei es, sich im oberen Tabellendrittel fest-zusetzen. Am Sonntag kickt das Team um das neue Spielertrainerduo Kramhöller/Ruderschmidt beim ehemaligen A-Ligisten Pam Haigerloch. „Die darf man trotz des 0:5 zum Auftakt beim SV Gruol 2 nicht unterschätzen“, warnt Sinz.
Die zweite Garde der SGM Hart/ Owingen spielt in der Kreisliga B 4, in der Absteiger SV Thanheim favorisiert ist. Für die „Zweite“ gab's zum Auftakt ein 0:6 gegen Sickingen/Boll. Sinz sagt: „Die hatten zehn, wir acht Chancen. Der Unterschied war die Ausbeute.“
Owingen schließt aus Spielermangel den Bund mit Hart
Seit dieser Saison kooperieren der SV Owingen und der Kreisliga-B-Absteiger SV Hart. Gemeinsam stellt die neue SGM zwei Fußballteams. Die „Erste“ spielt in der B 3, die „Zweite“ in der B 4. „Die Kooperation läuft zunächst für zwei Jahre“, sagt Ewald Sinz.
Der Owinger Vorsitzende ergänzt: „Beide Klubs sind auf Augenhöhe. Wir sind bisher zufrieden.“ Nur mit Mühe hätte der SVO eine eigene Mannschaft stellen können, dem SVH wäre dies gelungen, doch geht Hart der Nachwuchs aus: „Daher die Spielgemeinschaft.“
Die „Erste“, gecoacht vom Spielertrainerduo Chris Kramhöller, ehemals Landesliga-Fußballer beim VfR Sulz, und dem Harter Walter Ruderschmidt, solle oben mitspielen. In der zweiten Garnitur, betreut von Heiko Stifel, kommt vorwiegend der Nachwuchs unter
