Albstadt-Ebingen, 05.09.2011

Altes Herz wird wieder jung

Auf der Sandgrube geben sich die Oldtimer der Straße ein Stelldichein

Altes Herz wird wieder jung
Sehen, staunen und erleben hieß es am Wochenende beim Rendezvous der Oldtimer auf der Ebinger Sandgrube.

Traktoren, alte Landmaschinen, Motorräder, chromblitzende Nobelschlitten - Hauptsache alt, mindestens 30 Jahre, sollten die Ausstellungsstücke sein,

?Mit viel Enthusiasmus richtet die Familie Karl Eppler seit 2004 am Ende der Ferienzeit das Oldtimertreffen aus – mit wachsendem Erfolg. Für Freunde motorisierte Legenden und klopfenden Motoren unter altem Blech ist die Teilnahme fast ein Muss. Es wurde unter den leidenschaftlichen Experten gefachsimpelt, gewitzelt und gelacht. Gespräche zwischen Fans alter Fahrzeuge und interessierten Besuchern prägen die fast schon familiäre Atmosphäre auf den Höhen der Alb. Denn nicht zuletzt ist Karl Eppler selbst seit seiner Kinderzeit fasziniert von seinem berühmten „Pin-up-Girl-Hanomag“. Und was gibt es Schöneres, als die Freude an den alten Liebhaberstücken zu teilen?

Das ist wohl auch der Grund, warum es die Oldtimerfreunde immer wieder auf die Sandgrube zieht. Am Samstagnachmittag knatterte und ratterte es auf der Wiese oberhalb der Sandgrube. Ein Gefährt nach dem anderen reihte sich in die lange Schlange ein und zog erst einmal die Aufmerksamkeit auf sich. So wie Familie Mair aus Ratshausen, die mit einem original dänischen Bukh aus dem Baujahr 1961 anrollte, stilgerecht mit dänischen Fähnchen und in Landhausmode gekleidet. Familie Kiesinger aus Meßstetten war vom Enkel bis zum Opa mit zwei Fahrzeugen gekommen: Einem neueren Deutz von 1976 und dem alten Deutz Baujahr 1950 von Gustav Kiesinger.

Ein Traktor zog die Blicke auf sich: der AP1701 von Friedrich Stahl aus Schwenningen. Schon 61 Jahre auf dem Buckel, strahlte der orangefarbene Lack in der Sonne. Friedrich Stahl hatte sein Gefährt mit Blumen geschmückt und selbst der Schäferhund passte in diese Idylle. Auf alten Fotos zeigte er stolz, wie er schon als kleiner Bub auf dem Traktor gefahren ist; nicht weil er wollte, sondern weil er damals in der Landwirtschaft schon mithelfen musste. Nicht zu übersehen war auch der orangefarbene Trabant 610 eines Balinger Paares. Der Trabi zählt zwar nicht zu den echten Oldtimern, weil Baujahr 1989, aber ein Schmuckstück ist er dennoch und für die zahlreichen Gäste aus der ehemaligen DDR ein Stück Nostalgie.

Zwischen stinkenden Abgasen zog aber auch der herzhafte Duft von Sauerkraut in die Nase. Das Kesselfleischessen beim Oldtimertreff ist legendär. Das Sandgrubenteam wurde bei der Bewirtung tatkräftig von der Feuerwehrabteilung Ebingen unterstützt

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