Sich selbst ein Rätsel

Mountainbike: Käß bei Weltcup-Finale nur 34.

Commezzadura, 24.08.2011

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Mountainbike-Profi Jochen Käß aus Bietenhausen hat das Weltcup-Finale im italienischen Commezzadura auf dem 34. Rang beendet. Der Tscheche Jaroslav Kulhavy siegte zum vierten Mal in Folge.

„Eigentlich weiß ich nicht, was los ist.“ Kurz vor der WM im französischen Chambéry (29. August bis 4. September) rätselt Jochen Käß über seine Verfassung. Das siebte und letzte Weltcup-Rennen der Saison im Val di Sole brachte weder eine Antwort noch ein Ergebnis, das seine Zweifel hätte beseitigen können. „Immerhin war ich wieder weiter vorne“, zog der Rangendinger einen Vergleich zu Platz 59, den er eine Woche zuvor beim Weltcup im tschechischen Nove Mesto herausgefahren hatte. Aber Rang 34 mit 7:32 Minuten Rückstand auf Jaroslav Kulhavy (1:25:08 Stunden), der damit das vierte Weltcup-Rennen in Serie gewann, das kann auch für Käß nicht der Weisheit letzter Schluss gewesen sein. Denn damit ist der 30-Jährige weit von seinem selbsterklärten Ziel, der Olympia-Norm, entfernt.

„Ich kann mich nicht voll ausbelasten“, machte der Multivan-Merida-Biker Probleme aus, an seine Leistungsgrenze zu gehen. Was Käß konkret damit meint: ihm fehlt derzeit die Fähigkeit, kurzfristig über sein persönliches Leistungslimit zu gehen und dies dann auch gut wegstecken zu können.

Der 4,5 Kilometer lange Kurs in Commezzadura, dessen Profil wie ein scharfkantiges Sägezahnprofil aussieht, verzeiht keine Schwächen. Das musste auch Käß einsehen, als er in den letzten beiden Runden noch sechs Positionen verlor. Um sein Leistungsdefizit zu eliminieren, will Käß im Training nun mehr kurze Intervalle einbauen und am morgen in Bern (Schweiz) bei einem Short-Race starten. „Mal sehen, ob ich es noch packe, bis zur WM in Topform zu kommen“, stellte er sich selbst die Frage, deren Antwort er am 3. September geben wird.

Während Manuel Fumic (Kirchheim/Teck) und Moritz Milatz (Freiburg) mit den Plätzen elf und 13 zufrieden sein mussten, sahen die Zuschauer in Commezzadura ein heißes Duell zwischen Kulhavy und Nino Schurter aus der Schweiz. Gemeinsam gingen die beiden Rivalen auf die letzten 500 Meter, alles wartete darauf, dass Schurter den Tschechen aus dem Windschatten heraus bezwingen würde. Doch Kulhavy zog den Sprint von der Spitze aus an, er hielt das Tempo derart hoch, dass der Eidgenosse nicht einmal ansatzweise vorbei kam. Dritter wurde der Schweizer Florian Vogel.

Bei den Damen siegte die Kanadierin Catharine Pendrel vor Weltmeisterin Maja Wloszczowska (Polen) und Europameisterin Gunn-Rita Dahle (Norwegen), die immer mehr zu ihrer alten Klasse zurückfindet.

Der Albstädter Aaron Beck vom Gonso Rawoflex-Team der RSG Zollernalb hat derweil das Junioren-Rennen nicht bestritten. Er wurde für die WM nominiert und deshalb von Bundestrainer Peter Schaupp geschont

 

Hechinger voll im Training

Nachdem Torsten Marx beim Mountain-bike-Marathon in Neustadt in den Rennbetrieb zurückgekehrt ist, beschränkt sich der Hechinger derzeit aufs Training: „Ich arbeite an mir und hoffe auf einen goldenen Herbst.“ Am 11. September fährt er den Schwarzwald Bike-Marathon in Furtwangen, anschließend nimmt Marx die Marathon-DM in St. Ingbert (17. und 18. September) und die Sparkasse Trans Zollernalb (23. bis 25. September) ins Visier

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