Jochen Käß bei Kulhavy-Solo nur ein Statist
16.08.2011
Nove Mesto. Jochen Käß hätte gerne eine bessere Rolle beim Mountainbike-Weltcup in Nove Mesto gespielt. Klar, bei der Solo-Nummer des Tschechen Jaroslav Kulhavy spielten auch andere Weltklasse-Fahrer wie der Schweizer Nino Schurter, immerhin Weltcup-Titelverteidiger, ein Olympia-Sieger wie Julien Absalon (Frankreich) oder der spanische Weltmeister José Hermida nur Nebenrollen – in dieser Reihenfolge. Aber Käß war an diesem Tag nur ein Statist.
Nach einem passablen Start legte er quasi den Rückwärtsgang ein und wurde bis auf Platz 58 durchgereicht. „Ich denke, ich habe diese Woche ein bisschen zu viel trainiert. Das rächt sich auf dieser Strecke“, sagte der Rangendinger.
Mit dem 4,2 Kilometer langen Rundkurs, durchsetzt mit Wurzelwerk und einigen gebauten Felspassagen, bei dem es zudem permanent hoch und runter ging kam er gar nicht zurecht.
Da half es Käß wenig, dass er sich in der Folge noch um sieben Positionen verbessern konnte und am Ende mit 10:08 Minuten Rückstand auf Kulhavy (1:41:52 Stunden) ins Ziel kam. Dabei hatte Käß zugunsten des Cross-Country-Rennens und der Hoffnung endlich mal eine Top-20-Platzierung zu erreichen, sogar den Sprint am Abend vor dem Rennen ausgelassen. „Ich hoffe, dass ich mich jetzt nicht so kaputt gefahren habe, dass ich am Samstag im Val di Sole nicht voll angreifen kann“, blickte er voraus auf den nächsten und letzten Weltcup.
Der Deutsche Meister Moritz Milatz (Freiburg) war als Neunter bester Deutscher, 2:54 Minuten hinter Kulhavy (1:41:52 Stunden). Manuel Fumic (Kirchheim) wurde von Milatz in der letzten Runde passiert und wurde gut eine Woche nach seinem enttäuschenden 20. Platz bei der EM Elfter (+3:16).
Bei den Damen siegte die Kanadierin Catharine Pendrel (1:45:23 Stunden) vor der Französin Julie Bresset (+0:59) und Irina Kalentieva aus Russland (+1:49). Beste Deutsche war Elisabeth Brandau (+9:27) aus Schönaich vor Sabine Spitz (Murg-Niederhof), welche mit 10:20 Minuten Rückstand nur 26. wurde.
