Zurück in die Urzeiten der Alb
Rund 150 ZAK-Wanderer bewältigen eine Etappe des „Felsenmeersteigs“
Albstadt-Ebingen, 10.08.2011 von Jasmin Alber
Trotz des wechselhaften Wetters konnte Richard Eppler vom Kulturamt zahlreiche Wanderfreudige, darunter auch Laufens Ortsvorsteher Willi Beilharz, begrüßen. Von der Festhalle in Laufen, Albstadts südlichstem Stadtteil, ging es steil bergauf in Richtung Burgfelden, dem höchstgelegenem Stadtteil, kündigte Wanderführer Walter Glück vom Albverein an. Der Traufgang „Felsenmeersteig“ ist in der Kategorie „schwer“ ausgewiesen und mit knapp 17 Kilometern der längste der sieben Premiumwanderwege. Bei der Etappe am Montag bezwangen die Teilnehmer auf rund fünf Kilometern insgesamt 240 Höhenmeter.
Über den Kehlesweg ging es Richtung Heersberg. Beim ersten Halt, von dem aus die Wanderer einen Blick auf die andere Talseite werfen konnten, informierte Ulrich Dunaiski, ebenfalls vom Laufener Albverein, dass die Wasserversorgung in Laufen mit dem Gräblesberg- und Kehlehochbehälter zweifach gesichert sei.
Ein steiler felsiger Weg führte schließlich ins Felsenmeer auf rund 800 Meter. Imposante Felsmassive, die majestätisch in den Himmel ragen und unter denen es bis zum Frühsommer Eis und Schnee gibt, lassen heute noch erahnen, wie es vor Millionen von Jahren auf der Alb ausgesehen haben muss, erläuterte Walter Glück. Ursprünglich als Riffe entstanden, wurden die beeindruckenden Felsformationen mit dem Rückgang des Meeres über die Jahrtausende hinweg geformt.
In diesem urwaldähnlichen Bereich, mit Schluchten und Höhlen, gedeihen Farne, die allen Epochen getrotzt haben. Szenen wie aus „Jurassic Park“ seien schwer vorstellbar, so Glück, obgleich häufig kleinere Fossilien gefunden werden können. Kurz vor dem Abstieg gaben die Wanderführer noch Einblick in das Leben des ehemaligen Ortspfarrers Oskar von Fraas, auf den viele Ausgrabungen auf der Alb zurückgehen.
Zurück am Ausgangspunkt in Laufen, konnten sich die Wanderer bei einem deftigen Vesper, das die Damen des Kultur- und Verkehrsamtes vorbereitet hatten, und mit Getränken regionaler Hersteller, der Lehner-Brauerei aus Rosenfeld, Stingel-Säfte aus Weilstetten und Imnauer Mineralquellen, stärken.
Die nächste ZAK-Wanderung führt am kommenden Montag auf den Traufgang „Wacholderhöhe“. Treffpunkt ist um 17.30 Uhr am „Schützenhaus“ in Tailfingen.
