Hat auch für Kollegin Pia Sundstedt (links) noch den ein oder anderen kleinen Tipp: Bulls-Profi Tim Böhme
Hat auch für Kollegin Pia Sundstedt (links) noch den ein oder anderen kleinen Tipp: Bulls-Profi Tim Böhme Foto: Moschkon.

Zollernalbkreis, 02.08.2011

Training variieren und Radbeherrschung verbessern

Training variieren und Radbeherrschung verbessern
Beim Sparkasse Trans Zollern-alb starten viele Hobby-Biker erstmals bei einem Etappenrennen. Damit das Mountainbike-Spektakel für Anfänger nicht zur Tortur wird, gibt Tim Böhme wichtige Tipps.

International er-fahrene Profis wie Ex-Weltmeister Alban Lakata (Österreich) und Olympiasiegerin Sabine Spitz gehen bei der zweiten Auflage der Sparkasse Trans Zollernalb vom 23. bis 25. September an den Start. Das Gros der Teilnehmer besteht allerdings aus ambitionierten Feierabend-Bikern – und viele von ihnen wagen sich zum ersten Mal an ein Etappenrennen heran. „Wer sich zum ersten Mal dieser Herausforderung stellt, dem hilft auf alle Fälle ein Wochenend-Test“, meint Tim Böhme. Der Weltcup-Fahrer hat weitere wertvolle Tipps.

„Idealerweise wird drei Wochen vor dem Rennen ein so genannter 'Drei-Tages-Test' gemacht. Ein solcher Test ist gleichzeitig ein Trainingsblock, dessen Effekt endgültig nach 20 Tagen zur Wirkung kommt. Das ist die Faust-regel“, verrät der Profi. Der Mountainbiker vom Team Bulls, welcher dieses Jahr auch selbst bei der Sparkasse Trans Zollernalb mitfährt, arbeitet für das Freiburger Radlabor, in dem sich auch viele Hobbybiker beraten und testen lassen.

Am besten würde das erste September-Wochenende für den Test genutzt, so Böhme weiter, „der Freizeit-Biker soll dann allerdings nicht gleich am Freitag mit einer Vollgas-Einheit einsteigen, sondern den ersten und auch noch den zweiten Tag eher gemäßigt absolvieren, bevor er am Sonntag richtig auf die Tube drückt.“ Generell sei es auch für einen Hobby-Biker ratsam, nicht gleichförmig zu trainieren, sondern seine Zeit auf dem Rad zu variieren. Einheiten mit niedriger Belastung, die so genannten Grundlagen-Einheiten, würden die Basis schaffen, betont Böhme. Er fügt hinzu: „Die bildet gleichsam das Gerüst, an dem sich alles Weitere aufhängen lässt. Weil sich bei einem Mountainbike-Wettbewerb auch Berge in den Weg stellen, muss der Körper auch an den intensiveren Part gewöhnt werden. Zum Beispiel in Form von Intervallen oder Sprints. Auch darf die Kraftkomponente nicht vernachlässigt werden.“

Um einen möglichst großen Effekt zu erzeugen, muss das Training zielorientiert ablaufen. Deshalb darf sich der Biker innerhalb seiner Trainingsgruppe nicht über das gewünschte Maß hinaus treiben lassen. Und was viele vergessen: Erholung gehört auch in den Trainingsplan. Beim MTB-Sport sei die Radbeherrschung ebenso wichtig, nimmt der Bulls-Pilot den Gesprächsfaden wieder auf: „Die Fahrtechnik kommt gerade bei Hobbybikern häufig zu kurz. Mountainbiken ist eben mehr als nur Treten. Ein paar Übungen zur Fahrtechnik können auch mal nach Feierabend kurz im Hof oder im Garten absolviert werden.“

Böhme hat übrigens gemeinsam mit dem Journalisten Jochen Haar ein Buch mit dem Titel „MTB Training“ geschrieben, das sich speziell an Hobbybiker richtet. Darin beschreibt er gut verständlich, was sinnvolles Training bedeutet. Wer dann die Wirkung am eigenen Körper und vielleicht auch am Ergebnis bei der Sparkasse Trans Zollernalb erlebt, dem macht es gleich noch mal so viel Spaß.

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