Der neue „Bischofsweg“ beginnt an der Burg in Straßberg.
Der neue „Bischofsweg“ beginnt an der Burg in Straßberg. Foto: vs.

Straßberg, 28.07.2011

Erinnerung an Bischof

Arbeitskreis „Jan von Werth“ stellt neues Projekt vor

Erinnerung an Bischof
Als „Bereicherung für die Gemeinde Straßberg“ sieht Bürgermeister Manfred Bopp den „Bischofsweg“, den der Arbeitskreis Jan von Werth im Bereich „Schlosshalde“ anlegen möchte.

Im Gemeinderat berichtete Bopp am Dienstagabend ausführlich über das ehrgeizige Vorhaben. Kosten kommen auf die Gemeinde keine zu.

In den Jahren 1900 bis 1919 hatte Fürst Wilhelm von Hohenzollern die Straßberger Burg dem Bischof von Rottenburg, Paul Wilhelm von Keppler, als Sommerresidenz zur Verfügung gestellt. Der kunstsinnige Würdenträger ließ im Turm der Burg eine Hauskapelle einrichten, die von Mitgliedern der Beuroner Kunstschule ausgemalt wurde.

Wie der Ortschronik zu entnehmen ist, war der Bischof in Straßberg sehr beliebt. Oft wanderte er zu Fuß von Rottenburg in die Schmeientalgemeinde. Am 16. Juli 1926 verstarb er. Der Arbeitskreis Jan von Werth wolle mit dem als „Bischofsweg“ bezeichneten Rundwanderweg an die Heimat- und Naturliebe, aber auch an die Wanderlust des Bischofs erinnern, informierte der Bürgermeister. Auf zehn Tafeln werde auf Paul Wilhelm von Keppler und andere ortsgeschichtliche Namensbezeichnungen hingewiesen, zum Beispiel den Stangenfelsen, das Mühltal, den Leibolds Felsen und die Untere Mühle. Nachzulesen sei auch die Sage vom Briewitsch.

Der Rundwanderweg beginnt an der Burg und verläuft auf bereits vorhandenen Wanderwegen zum großen Mühltal, weiter über den Wanderweg oberhalb des Ortes zur Alten Steige und wieder zur Burg. Die Kosten für die Tafeln in Höhe von rund 2000 Euro trägt der Arbeitskreis. Auch werden Mitglieder dieser rührigen Vereinigung die Tafeln aufstellen.

Gegen die Ausweisung des Wanderweges hatte der Gemeinderat in der jüngsten Sitzung keine Einwände. Sie stimmten auch einem Vertrag mit dem Fürst von Hohenzollern zu. „Der möchte nicht verantwortlich gemacht werden, wenn etwas passiert“, so Bopp. Abgesichert ist Straßberg aber durch die Haftpflichtversicherung. Laut Bürgermeister „ohne Beitragserhöhung“.

Info

Der Arbeitskreis Jan von Werth wurde 1990 gegründet. Er hat sich zum Ziel gesetzt, die Ortsgeschichte von Straßberg zu erforschen und das Geschichtsbewusstsein in der Bevölkerung zu fördern. Neben der Ausstellung über Hermann Anton Bantle haben die Mitglieder unter anderem die Ruine Schalksburg befestigt, die Grenzsteine der ehemaligen Herrschaft Straßberg dokumentiert und einen heimatgeschichtlichen Wanderweg mit zahlreichen Hinweistafeln erstellt.

Mehr zum Schlagwort

Politik.

Kommentare unserer Leser


Jan von Werth

Und woher kommt der Name 'Jan von Werth' ?
von Gerhard Horn am 29.07.2011 07:11:35

ZAK view

ZAK auf ...

Mit dem ZAK Smile-Abo...

...haben Sie gut lachen.
Die ersten 3 Monate für nur 14,- €/Monat. mehr...

In der Diskussion

  1. Messstetten, 18.11.2014

    Flüchtlinge erkunden Meßstetten

    32 Kommentar(e)
  2. Balingen, 13.11.2014

    Wer möchte mit in die Antarktis?

    31 Kommentar(e)
  3. Albstadt-Ebingen, 21.11.2014

    Mathegesetze gehören ins Regelheft

    23 Kommentar(e)
  4. 20.11.2014

    Überall die gleichen Probleme

    22 Kommentar(e)
  5. Messstetten, 15.11.2014

    Das Motto heißt „Zurück in die Heimat“

    15 Kommentar(e)

Gewinnspiel

Wir verlosen 4 x 2 Tickets für Michael Mittermeier„Blackout“ am Donnerstag, 4.12.14 um 20.00 Uhr in der volksbankmesse Balingen.
Zum Gewinnspiel

Singlebörse