Balingen, 27.07.2011

Rat startet Millionenprojekte

Mehrheitlicher Grundsatzbeschluss für Tribünenneubau und Lochenbad-Sanierung

Rat startet Millionenprojekte
Acht, neun oder zehn Millionen Euro? Der Balinger Gemeinderat jedenfalls hat mehrheitlich beschlossen, den Neubau der Au-Stadion-Tribüne und die Sanierung des Lochenbads parallel zu starten.

Das eine tun, ohne das andere zu lassen. Nach diesem Motto handelte gestern die Mehrheit des Balinger Gemeinderats. Lediglich die vier Mitglieder der Grünen-Fraktion votierten gegen den Verwaltungsvorschlag, grundsätzlich beide baulich wie finanziellen Großprojekte in die Tat umzusetzen. „Schweren Herzens und mit der Gewissheit, dass wir uns den Zorn eines ganzen Teilorts und einiger Vereine zuziehen werden, stellen wir den Antrag, das Lochenbad zu schließen, sobald die Technik endgültig versagt“, erklärte Conny Richter „mit Blick auf die immense Verschuldung der Stadt Balingen“.

Zuvor hatte Weilstettens Ortsvorsteher und SPD-Stadtrat Kurt Haigis ein flammendes Plädoyer für den Erhalt des Lochenbads gehalten. Sekundiert von FWV-Stadtrat Werner Jessen, der erklärte, „dass höchstens das Lehrschwimmbecken im Schulzentrum Längenfeld zur Disposition steht, wenn man eines Tages auf die Idee kommen sollte, dass drei Lehrschwimmbecken in Balingen zu viel sind“.

Während sich also die Weilstetter freuen dürfen, können nun auch die (TSG-)Sportler in Sachen Au-Stadion aufatmen. Zwar wird die Stadiontribüne nun in abgespeckter Version in Angriff genommen, dafür kommt sie bereits 2012 oder 2013. Architekt Peter Zoll aus Stuttgart erläuterte den Räten die aktuellen Tribünen-Planungen mit jetzt 400 Sitzplätzen und mehreren Funktionsräumen, die allgemein wohlwollend aufgenommen wurden. Lediglich bei den Kosten „war ich überrascht, ich hatte sie etwas tiefer erhofft“, erklärte Dietmar Foth (FDP). In diesem Punkt schien er in im Gremium in guter Gesellschaft, wie die anschließende Debatte zeigte.

Ob die neue Tribüne nun schätzungsweise 4,88 Millionen Euro kosten wird, oder doch rund 250 000 bis 350 000 Euro weniger, hängt maßgeblich davon ab, ob ein von der TSG gewünschter Mehrzweckraum in die Tribüne integriert oder abseits als eigenständiges Gebäude gebaut wird. Aber auch davon, wie viel die TSG Balingen bereit ist, an Eigenmitteln in den Mehrzweckraum zu investieren. Die Anforderungen an den Verein von Seiten der Verwaltung und der Räte schwanken dabei noch zwischen einem „deutlichen sechsstelligen Betrag“ (Baudezernent Ernst Steidle) bis hin zur finanziellen Komplettübernahme durch den Verein. Gespräche zwischen Gemeinderat, Verwaltung und TSG-Vertretern sollen diesbezüglich in den kommenden Wochen und Monaten Klarheit bringen. „Wir möchten schon, dass die Fraktionen wieder etwas mehr eingebunden werden“, mahnte Klaus Hahn (CDU).

Hahns Fraktionskollege Walter Zanker sprach schließlich aus, was an diesem Abend wohl auch die Mehrheit dachte. „Die Dringlichkeit beider Projekte ist uns bewusst.“ Um dann aber auch aus seiner Sicht der Dinge klarzustellen. „Wenn wir heute zu Au-Stadion und Lochenbad Ja sagen, muss uns klar sein, dass wir zu Investitionen von zehn Millionen Euro Ja sagen.“ Darunter werde man nicht herauskommen.

Das sieht Oberbürgermeister Helmut Reitemann anders. Er geht von einem „8,4-Millionen-Euro- Gesamtpaket“ aus. „Abzüglich des TSG-Eigenanteils, eventueller Vorsteuer und externer Zuschüsse.“

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Politik, Baumaßnahmen/Sanierung.

Kommentare unserer Leser


Skatepark Anlage

nun da hoffe ich das nicht die Jugendlichen übergangen werden die ihre Freizeit ausgiebig am Skatepark am Au Stadion verbringen, es ist schon eine große erleichterung das sich endlich mal um das Parkverbot gekümmert worden ist...doch das ende vom Lied ist dies nun auch nicht!....
von Alexander Bartocha am 25.09.2011 13:17:32

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