Ein Schweizer triumphiert

Springreiten: In der schwersten Klasse S* dominiert Adrian Schmid aus Boll

Ein Schweizer triumphiert

Schömberg, 25.07.2011 von Helen Weible

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Die beste Performance beim Schömberger Reitturnier zeigte am Wochenende der Schweizer Adrian Schmid mit „Davidoff vom Schlösslihof“. In der schwersten Klasse sahnte er ab, Bronze gab es in der Klasse M**.

Spannend blieb es gestern Nachmittag noch bis zum Schluss. Die Siegerrunde, die sich an die schwerste Klasse im Springreiten anschloss, brachte beim Schömberger Springreitturnier die Entscheidung. Der Schweizer Adrian Schmid kam mit „Davidoff vom Schlösslihof“ sauber durch und übernahm mit einer Zeit von 34,43 Sekunden die Führung.

Nach ihm ritt Ralf Weischedel (PSV Gäufelden), der am Ende mit zwölf Fehlerpunkten und einer Zeit von 44,59 Sekunden auf Rang sieben landete. Benjamin Kuhn, der Münsinger vom RFV Ehestetten, hätte noch die Chance gehabt, in der Siegerrunde an Schmid vorbeizuziehen. Doch sein Pferd „Atomic Sun“, das im Hauptlauf hervorragend gesprungen war, touchierte am Ende ein Hindernis – und dieser Abwurf kostete ihn vier schwerwiegende Fehlerpun-kte. Mit 40,21 Sekunden reichte es schließlich nur für den vierten Rang. Jubelnder Zweiter wurde Christian Heim aus Stockach (RV Hofgut Mahlspüren), der geschickt auf „Cleverboy“ mit einer starken Zeit von 36,56 Sekunden und null Fehlern geritten war.

Der Vorjahressieger – von Turnierleiter Jürgen Schmidinger als Favorit gehandelt – holte sich auf „Chameur“ den dritten Rang (vier Fehlerpunkte/37,64 Sekunden). „Das Beste daraus machen“, wollte Armin Engelhardt, nachdem zwei seiner besten Pferde verletzt nicht antreten konnten. Mit seinem Pferd „Chameur“ gelang ihm nun Bronze – mit „Atleet“ erreichte er zwar nicht die Siegerrunde, aber den achten Platz.

Die Klasse M** gewann in der ersten Gruppe die Villingerin Sabrina Seitz (RC St. Georg) fehlerlos auf „Acobat“ (54,98 Sekunden). Zweiter wurde der Trochtelfinger Marcus Rieger (Tübinger RG) auf „Skyros“, der gut drei Sekunden mehr für die Hindernisse brauchte.

In der zweiten Gruppe machten favorisierte Reiter die ersten drei Plätze unter sich aus. Mit „Wait and see“ ritt Christian Heim am saubersten – und am schnellsten (56,05 Sekunden). Ebenso fehlerfrei kamen der Albstädter Manfred Ege (RV Balingen) auf „Care-tina“ und Patrik Majher (RSG Riedwiese Fischbach) auf „Camsey“ durch. Jeweils eine Sekunde fehlten ihnen auf die Vorgänger.

Zwei Gruppen starteten bei der Springprüfung der Klasse M** am Samstagabend. In der ersten Gruppe zeigte Eva-Maria Lühr (PS Hohe Eichen) aus Gärtringen auf „Concrue“ die beste Leistung. Sie dominierte auch in der Klasse M*. Ebenso fehlerfrei, aber sechs Sekunden langsamer, präsentierte sich die Winterlingerin Maren Witzemann (PS-Team Winterlingen) auf „Lollipop“ und sicherte sich den zweiten Platz. Vom RSZ Hohenzollern wurde der Empfinger Christian Lachenmaier auf „Liostro“ ohne Fehler Dritter. In der zweiten Gruppe gewann Stefan Hirsch aus Horb (RV Nordstetten) ein Hundertstel vor dem Wendlinger Uwe Heinrich (RC Hofgut Bodelshausen).

Nicole Winkelmann (RZ Frese Immenhöfe) siegte auf „Alessa“ in der ersten Gruppe der Klasse M*. Hinter Eva-Maria Lühr kam in der zweiten Gruppe die Albstädterin Sandra Rümmelin (PS-Team Winterlingen) mit „Little Champ“ auf den zweiten Rang. Den ersten Preis in der dritten Gruppe der Klasse M* sicherte sich der Bulgare Rossen Raytchev vom Sportpferdezentrum Aach auf „Captain Jack Sperrow“. Adrian Schmid belegte dort ferner mit seinen beiden Pferden die Plätze zwei und drei in dieser Klasse.

 

Schmidinger Reitanlage feiert einige Rekorde und Erfolge

Beim Nachwuchs-Springwettbewerb der Klasse E schnitten die Zöglinge des Schömberger Reiterhofs sehr gut ab und sicherten sich am Samstagnachmittag die ersten fünf Plätze. Marika Menzel wurde Erste, gefolgt von Louis Becker auf Rang zwei, dessen Schwester Leonie Becker auf den dritten Rang ritt. Platz vier holte sich am Ende Nadine Bärwald, Nicole Koch wurde Fünfte.

Nicht nur ein Rekord an Reitern und Springpferden verzeichnete das Schömberger Reitturnier dieses Jahr. Auch die Zuschauerresonanz konnte sich bei der siebten Auflage sehen lassen. Etwa 350 Besucher standen am Sonntag trotz kühler Temperaturen eng an eng am Rande des Sandplatzes, der den Reitern selbst bei feuchter Witterung eine optimale Unterlage bot.

Die Schmidinger Reitanlage im Oberen Schlichemtal wird immer mehr zum Zentrum für Springreiter in der Region. „Viele Turniere fallen weg“, sagt Jürgen Schmidinger. Während sich letztes Jahr noch einige Springer beim Turnier des RV Reutlingen gemessen hatten, kamen diese nun nach Schömberg. „Es gibt nächstes Jahr mehr Prüfungen in der S*-Klasse“, kündigt Schmidinger an