Lukratives Turnier mit familiärem Ambiente

Westernreiten: Gärtner und Spieker trumpfen bei den sechsten Hohenzollern Classics auf

Lukratives Turnier mit familiärem Ambiente

Hechingen, 13.07.2011 von Helen Weible

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Auf dem Schweizer Hof bei Hechingen fanden am Wochenende die sechsten Hohenzollern Classics statt. Die Reiter-Pferd-Kombinationen des Bitzer Schwantelhofes waren besonders erfolgreich.

Das erste Mal in dieser Größe stand der Schweizer Hof bei Hechingen ganz im Zeichen der Westernreiter, des Dressurreitens nach Art der Cowboys. Aufgabe des Reiters ist, sein Pferd möglichst selbstständig agieren zu lassen. Je mehr Reiter und Pferd bei der Kür harmonieren, desto mehr Pluspunkte sammelt dieser und verbessert somit seine Ausgangslage von 70 Punkten.

Bei stimmungsvoller Country-Musik wurde der Schweizer Hof von Freitag bis Sonntag zum Treffpunkt vieler Pferdeliebhaber und Anhänger des Western Style. Die ersten beiden Tage spielte auch das Wetter mit. Am Sonntag mussten die Veranstalter JP Reining Horses und Ranchhorse (Gammertingen) nach der Hälfte des Programmes wegen eines Gewitters auf die Halle ausweichen. Hier zeigten rund 17 Reiter in fünf Klassen ihr Können, unter anderem auch bei der Arbeit am Rind. Auftakt bildete das Einsteiger-Turnier, bei dem die Pferd-Reiter-Kombis eine Kür mit Hindernissen absolvierten. In den Stallungen und auf der Ranch waren die Hengste und Stuten des „American Quarterhorse“ zu bewundern – eine sehr gutmütige Pferderasse, die aufgrund ihrer muskulösen Statur auf kurzen Distanzen schnell zu reiten sind.

Sehr zufrieden zeigte sich Organisator Jürgen Pieper, der für diese Auflage des Reitturniers einige Sponsoren gewinnen konnte. „Zusammen mit dem Startgeld war es uns möglich, ein dickes Preisgeld von insgesamt 4000 Euro auszuschütten“, ist Pieper stolz auf die diesjährige Dimension des Turniers. Denn international wirkende Reiter sollten sich auf der Hechinger Anlage präsentieren. Torsten Gärtner beispielsweise, ein Teil des erfolgreichen Trainergespanns vom Schwantelhof in Bitz. Es fehlte Grischa Ludwig, der sich als „Zollernalbcowboy“ beim Albstadt Bike-Marathon unters Radvolk gemischt hatte und mit einer Zeit von 4:36.29,1 Stunden bewies, dass er nicht nur auf dem Pferd Tempo macht.

Sein Partner Torsten Gärtner feierte beim wichtigsten Wettbewerb, der „JP Reining Trophy“ am Samstagabend, mit seinem siebenjährigen Hengst „Cruisin in Star Style“ einen großen Erfolg. Der Trainer des Schweizer Nationalkaders erklomm mit einer hervorragenden Punktzahl von 71 Punkten das Siegerpodest, noch vor dem Sinsheimer Patrick Sattler auf „Freckless Miss Orena“, dem die Jury drei Wertungspunkten weniger zugestand. Joschi Kovatschevic auf „Smart Brandy“ wurde Dritter bei der Reining Trophy. „Ich hoffe, dass sich das Turnier so weiterentwickelt“, freute sich Gärtner über die satte Siegesprämie und den Turnierverlauf. „Es macht jedes Mal Spaß, dabei zu sein.“

Eine Reiterin, die auf dem Schwantelhof von Torsten Gärtner jahrelang trainiert hat, überzeugte bei den Hohenzollern Classics besonders: Im „Futurity Reiten“ am Samstagnachmittag setzte sich Tanja Spieker mit Coeur D Jacy an die Spitze. Mit 67,5 Punkten ritt sie auf Platz eins noch vor dem gastgebenden Jürgen Pieper auf „Einsteins IQ“. Die 18 Jahre junge Spieker startete mit ihrer Stute auch bei der „Non-Pro Trophy“, bei der es um keine Punkte ging. Mit einer guten Leistung und 65 Zählern kam das Paar auf den ersten Rang. Selina Hetzer auf „Perfect Gentleman“ und Meiko Spitzenberger auf „Jac“ freuten sich über den zweiten Platz.

Die „JP Reining Trophy“ fließt übrigens in die Wertung einer Turnierserie ein, dem Regio Cup in Baden-Württemberg. In Gechingen und Sinsheim fanden die ersten beiden Turniere statt. Letzte Station ist am 31. Juli im Rahmen der Eliesenhof Open.

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