Gärtner: „Allmählich zahlt sich das Training aus“

Gärtner: „Allmählich zahlt sich das Training aus“

Albstadt-Ebingen, 08.07.2011 von Reinhard Linder

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Zum 17. Albstadt-LBS Bike-Marathon kehrt der in München lebende Matthias Gärtner vom Team Zwillingscraft wie jedes Jahr in seine Heimat zurück. Und zwar dieses Mal in besserer Form denn je.

Vor sieben Jahren hat sich der Bundeswehroffizier erstmals auf ein Mountainbike getraut – es war Liebe auf den ersten Tritt. Schnell stellten sich Erfolge bei dem Hobbyfahrer ein. Unter anderem gewann er bei den Amateuren den deutschen Meistertitel, war 2008 beim EM-Marathon in Albstadt bester Hobbyfahrer und wurde ein Jahr später Albstadt-Meister beim Bike-Marathon.

Im vergangenen Jahr löste der 29-Jährige eine Lizenz und kam beim Münchner Team Zwillingscraft unter. Das Training in der Mannschaft zahlte sich für Gärtner aus. Seine ersten Weltranglistenpunkte holte er bei der Sparkassen Trans Zollernalb, die vergangenes Jahr Premiere feierte. Beim Albstadt LBS Bike-Marathon war er schnellster Einheimischer, durfte sich aber nicht mit dem Titel schmücken, obwohl er seinen Zweitwohnsitz in seiner alten Heimat hat. „Inzwischen ist alles geklärt“, sagt Gärtner: „Albstadt-Meister kann nur werden, wer hier seinen Hauptwohnsitz hat.“ Mehr dazu ist in unserer heutigen Beilage zum Albstadt LBS Bike-Marathon nachzulesen.

Dass der Wahl-Münchner ein ernsthafter Anwärter auf diesen Titel gewesen wäre, belegen seine Platzierungen in dieser Saison. Bei den 85 Kilometern mit 3500 Höhenmetern am Tegernsee schrammte er als Vierter knapp am Podest vorbei, seinen bislang größten Erfolg feierte er vor zwei Wochen beim Spessart Bike-Marathon in Framersbach. Er wurde zu seiner großen Überraschung Fünfter, „dabei hatte ich höchstens von einer Top-Ten-Platzierung geträumt“. Lohn seiner Leistung waren weitere Weltranglistenpunkte und die Teilnahme an der Siegerehrung: „Bei so einem Wettbewerb auf die Bühne gerufen zu werden, ist etwas ganz Besonderes“, könnte er sich glatt daran gewöhnen.

Seine Topform unterstrich er am vergangenen Sonntag mit Rang sechs beim Rothaus Bike-Marathon in Singen. Es sei ein gutes Gefühl zu merken, dass sich sein Training allmählich ausbezahle und es konstant Schritt für Schritt nach vorne gehe. Auch habe er in dieser Saison das Glück gehabt. „Ich hatte Glück, ich war weder krank noch verletzt“, ist er sehr zufrieden mit der bisherigen Saison. Zudem habe er inzwischen konkurrenzfähiges Material unter dem Sattel.

Gerne würde Gärtner morgen seine momentane Bestzeit von drei Stunden und einer Minute unterbieten, „ein konkretes Ziel setze ich mir aber nicht“. Angesichts der starken Konkurrenz würde er einen Platz unter den besten 20 schon als Erfolg werten: „Ich wünsche mir ein optimales Rennen ohne Defekt. Dann wird man sehen, was unten herauskommt.

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