Alte Meister

Jazz Open: B.B. King und Paolo Conte

Stuttgart, 07.07.2011 von Bernd Haase

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Er ist eine Legende ­ und ein Mann, den man einfach lieb haben muss: B.B. King. Der Altmeister des Blues war zum Auftakt der Jazz Open nach Stuttgart gekommen und gab auf dem Schlossplatz ein denkwürdiges Konzert, das einmal mehr die Magie der Musik vermittelte.

Gestützt von zwei Helfern kam der 85-Jährige langsam auf die Bühne, wirkte gebrechlich. Kaum hatte er auf einem Stuhl am Bühnenrand Platz genommen und sich die Gitarre umgehängt, funkelte ein jugendhaftes Blitzen aus seinen Augen, das Takt für Takt heller wurde.

Er feixte und scherzte, er flirtete mit dem Publikum, er erzählte und erzählte und ließ hin und wieder seine Gitarre so singen, wie er es in seinen besten Tagen getan hatte. Er selbst sang auch, immer noch glasklar und inbrünstig, aber lieber redete er. Fehlte eigentlich nur noch der Schaukelstuhl am offenen Kamin für die musikalische Plauderstunde.

Ein anderer Altmeister gab sich da musikalisch virtuoser, ausgefeilter, dafür in der Bühnendarstellung deutlich introvertierter und konzentrierter: der italienische Songwriter Paolo Conte, der mit seinem Orchester den dritten Jazz-Opern-Abend auf dem Schlossplatz bestritt. Und klar, auf ein Lied hatten die 5000 Fans nur gewartet: "Via Con Me" ­ und das zelebrierte Paolo Conte gleich zwei Mal.

Die Jazz Open laufen noch bis 10. Juli.

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