Startschuss für den Bike-Marathon fällt jetzt früher
Albstadt-Ebingen, 25.06.2011 von Reinhard Linder
Am markantesten ist die Vorverlegung der Startzeit von 12 Uhr auf 10 Uhr. Diesen Schritt haben die Organisatoren der RSG Zollern-Alb, des SC Onstmettingen und der Stadt Albstadt unternommen, weil die Wetterbedingungen in den vergangenen Jahren extrem gewesen sind. Im Vorjahr herrschten tropische Temperaturen, viele Teilnehmer mussten von Krämpfen geschüttelt aufgeben. Aus ärztlicher Sicht sei es besser, in die Hitze hineinzufahren, als in ihr zu starten, sagt Stephan Salscheider von Skyder Sportpromotion, der wie immer das Stollenreifen-Spektakel im Start/Ziel-Bereich kommentieren wird. Erfahrungsgemäß würden sich schwere Gewitter erst am späten Nachmittag entladen. Wenn das Rennen gegen 16 Uhr ende, wirke es sich nicht mehr nachteilig auf die Fahrer aus.
Die Verlegung der Startzeit hat natürlich einen ganzen Rattenschwanz weiterer Modifikationen nach sich gezogen. Viele Teilnehmer legen hunderte Kilometer zurück, um bei einem der berühmtesten Mountainbike-Marathons in Europa dabei zu sein. Die meisten von ihnen werden angesichts der frühen Startzeit schon am Freitagabend aufbrechen und in Albstadt und Umgebung übernachten. Weil die Hotelkapazitäten beschränkt sind, gibt es erstmals ein Fahrerlager für Wohnmobilreisende und Camper unterhalb der Mazmannhalle, mit sanitären Anlagen.
Neu ist auch, dass es statt drei jetzt vier Verpflegungsstationen an der Strecke gibt. Die erste kommt bereits nach 15 Kilometern auf dem Parkplatz oberhalb des Lammerbergs gegenüber vom „Schlitzohr“. Die nächste Rastmöglichkeit ist am Onstmettinger Skilift nach 38 Kilometern. „Der Vorteil ist, dass wir dort Strom haben und es Toiletten gibt“, begründet Salscheider. Um überhaupt am Vereinsheim des SC Onstmettingen vorbei zu kommen, wurde die Streckenführung geändert. Über einen unbefestigter Waldweg und eine kurze, steile Abfahrt über Geröll, welche für die Hobbyfahrer eine technische Herausforderung darstellt, geht es direkt auf den Parkplatz. Nichts geändert hat sich an den beiden anderen Verpflegungsstationen. Die dritte folgt in Höhe Burgfeldens bei Kilometer 56 vor dem „Kessel“ nach Margrethausen hinunter, die letzte ist nach 74 Kilometern auf dem Lerchenfeld. Wie immer wird von den ehrenamtlichen Helfern an die Fahrer Wasser, Sprudel, Apfelschorle und Cola ausgeschenkt und es liegen Energieriegel, Bananen, Melonen und Kuchen bereit.
Aufgerüstet wurde auch bei der Zeitnahme, für welche die Schweizer Firma Datasport zuständig ist, die bei der Gonso-Classic schon mehrfach ihre Qualität unter Beweis gestellt hat. So werden bei der Skischanze in Onstmettingen und aus Margrethausen Zwischenzeiten geliefert und auf dem Kurt-Georg-Kiesinger-Platz eingespielt. Noch wichtiger für die Teilnehmer ist aber, dass sie auf Wunsch nach ihrer Zielankunft sofort eine SMS mit ihrer exakten Zeit erhalten
