Umzug in Schule rückt näher

Nusplinger Gemeinderat billigt Umbaupläne für den neuen Kindergarten

Nusplingen, 09.06.2011 von Katja Weiger-Schick

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Der neue Nusplinger Kindergarten rückt näher: In seiner Sitzung am Dienstag billigte der Gemeinderat die bearbeiteten Umbaupläne.

Noch vor dem Sommerurlaub möchte Architekt Thomas Klink das Baugesuch komplett fertigstellen, um es der Baurechtsbehörde zur Genehmigung vorzulegen. Es war demzufolge eine richtungsweisende Sitzung für die Nusplinger – der Umzug des „Kindis“ vom Dietsteinweg in die bisherige Grundschule wird konkret. Auch die Erzieherinnen sowie einige Eltern und Vertreter der Kirchengemeinde verfolgten die Sitzung. Für die Verwaltung ist die rund 1,2 Millionen Euro teure Maßnahme ein Meilenstein: „Seit langem die größte Hochbaumaßnahme überhaupt“, betonte Bürgermeister Alfons Kühlwein. Im Sommer 2013 soll mit dem Rechtsanspruch auf Betreuung auch von Kleinkindern alles fertig sein.

In den vergangenen Monaten hatten sich die Fachbehörden und die Katholische Kindergartenberatungsstelle mit den Entwürfen befasst. Die Änderungen zu den ersten Plänen stellte Architekt Klink den Räten vor. Als zweiter Fluchtweg im Erdgeschoss sind neben dem Flur Türen von Raum zu Raum hinzugekommen. Im Obergeschoss kommt man im Notfall über einen Steg nach draußen auf die Überdachung. Zudem wurde die Krippe verlegt – und zwar vom Bereich des Glasanbaus in den hinteren, räumlich etwas getrennt liegenden Gebäudetrakt. Dort sei es ruhiger und geschützter sei für die ganz Kleinen, so Klink. Zusätzliche Sanitäranlagen sind überdies eingeplant.

Der runde Glasanbau in Richtung Bäratal macht das Projekt für Thomas Klink zu einem „Aushängeschild“ für die Gemeinde: „Das Gebäude ist ja etwas länglich. So ähnelt es einem Schiffsbug.“ Hans Dieter Mengis erkundigte sich nach den Pflastern, die in den Plänen für den Außenbereich vorgesehen sind und mahnte wegen Sturzgefahr. Gepflasterte Bereiche seien nötig, argumentierte der Architekt: „Die Kids wollen schließlich auch Dreirad fahren.“ Dem Außenbereich wird sich Architekt Wolfgang Preuss annehmen – im Moment ist das noch Zukunftsmusik, genauso wie Detailfragen zur Einrichtung. Wilhelm Kleiner wird als Vertreter der Bauherrschaft Ansprechpartner vor Ort fungieren. Heizung, Lüftung und Klimatechnik hatte im Vorfeld Ingenieur Peter Renninger unter die Lupe genommen. Im Wesentlichen gab er grünes Licht. Allerdings mahnte er in die Jahre gekommene Zinkleitungen und ein altes Dosiergerät an. Zuschüsse für das Gesamtprojekt – auch für den Vereinsraum im Untergeschoss – sind aus ELR-Mitteln, Ausgleichsstock und Fachförderung beantragt. Der Gemeinderat erkannte ferner die Kindergarten-Abrechnung für das Jahr 2010 an. Für die Gemeinde ergab sich eine Abmangel-Beteiligung von 176 200 Euro (abzüglich 87 660 Euro Kindergartenlastenausgleich). Die politische Gemeinde hat 2010 pro Kind 1398 Euro Zuschuss aus eigener Tasche erbracht, damit pro Kind und Monat fast 117 Euro. Bei zwei Enthaltungen empfahl das Gremium der Kirchengemeinde eine Erhöhung der Elternbeiträge pro Kind und Monat von jeweils zwei Euro

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