Der Freiburger Moritz Milatz verteidigte bei der Gonso-MTB-Classic erfolgreich seinen DM-Titel
Der Freiburger Moritz Milatz verteidigte bei der Gonso-MTB-Classic erfolgreich seinen DM-Titel Foto: Fuhrmann.

Albstadt-Ebingen, 07.06.2011

Ungebremste Begeisterung im „Bullentäle“

Gonso-MTB-Classic: Die siebte Auflage bricht bisherige Teilnehmer- und Zuschauerrekorde

Ungebremste Begeisterung im „Bullentäle“
Die siebte Auflage der Gonso-MTB-Classic hat alle Rekorde gebrochen. Noch nie waren bei einer Deutschen Meisterschaft im Cross-Country so viele Fahrer am Start und so viele Zuschauer an der Strecke.

„Die drei Tage waren sensationell für uns“, befand Stephan Salscheider vom Mitausrichter Skyder Sportpromotion. Gemeinsam mit der RSG Zollern-alb sei am vergangenen Wochenende im „Bullentäle“ die größte DM aller Zeiten auf die Beine gestellt worden. „Aufgrund der hohen Teilnehmerzahlen war die Organisation nicht einfach, aber die Veranstaltung hat allen riesigen Spaß gemacht und unseren Ruf als Mountainbike-Hochburg noch verbessert“, zog Salscheider ein positives Fazit.

Besonders gefreut habe ihn die Tatsache, dass trotz vieler Parallelveranstaltungen so viele Zuschauer gekommen seien. „Das war auf jeden Fall ein neuer Rekord.“ Dank seiner beiden Mitkommentatoren Sven Simon und Oliver Lohr habe er sich den Luxus erlauben können, selbst das „Bullentäle“ zu erklimmen. Er sei völlig perplex gewesen, wie viele Leute links und rechts der Strecke gewesen seien: „Und die sind nicht nur stumm da gestanden, sondern haben die Fahrer permanent angefeuert“, so Salscheider weiter. Der nach dem Weltcup in Offenburg gesundheitlich angeschlagen ins Rennen gegangene Freiburger Moritz Milatz habe ihm erzählt, dass er ohne die Hilfe des Publikums seinen Meistertitel bei der Elite nicht hätte verteidigen können. Dieses habe ihn den Berg hoch gepusht, eine solche Begeisterung habe er sonst noch nirgends erlebt.

Ein überaus positives Resümee zog auch Rainer Schairer, der Vorsitzende der RSG Albstadt. Die vielen Arbeitseinsätze auf der Strecke hätten perfekt funktioniert: „Das war ein Gewaltakt und er hat sich gelohnt.“ Verständlicherweise freute sich Schairer besonders darüber, dass es gelungen sei, von den Kleinsten bis zur Elite die Bandbreite seines Vereins darzustellen. „Dass wir aber schon heute die Früchte unserer Bemühungen einfahren, hätte ich nicht erwartet“, meinte er zum sensationellen dritten Platz von Aaron Beck bei der U 19. Der vereinsinterne Zeitplan habe eigentlich vorgesehen „in fünf Jahren auf nationaler Ebene um die Podestplätze mitzufahren“. Becks Erfolg werde die Nachwuchsarbeit sicherlich beflügeln, „die Kinder haben jetzt ein Vorbild im Verein, an dem sie sich orientieren können“.

Der Überraschungserfolg des 19-Jährigen aus Ebingen hat den für die Junioren zuständigen Bundestrainer Peter Schaupp etwas in die Zwickmühle gebracht. Denn eigentlich sollten die drei Ersten in Albstadt die deutschen Farben bei den Europameisterschaften in der Slowakei und der Weltmeisterschaft in der Schweiz vertreten. „Niemand hat damit gerechnet, dass Aaron aufs Treppchen fahren würde“, meinte Schaupp nach dem Rennen. Obwohl der Albstädter nicht dem Kader angehöre, habe er kein Problem damit, ihn zu nominieren, falls dieser sein Ergebnis bei einem Weltcup-Rennen oder einem anderen hochwertigen internationalen Wettbewerb bestätige. Jedenfalls übergab er Beck seine Visitenkarte und forderte ihn auf, sich bei ihm zu melden.

„Das gibt Aaron einen weiteren Motivationsschub“, ist sich Schairer ganz sicher, dass der Späteinsteiger, der erst seit zwei Jahren Cross-Country als Leistungssport betreibt, noch nicht sein Limit erreicht hat: „Und wir sehen uns jetzt plötzlich mit der Lage konfrontiert, vielleicht einen Weltcup-Fahrer in unseren Reihen zu haben.

 

Nachwuchsrennen sehr gut besucht – Videowand ein voller Erfolg

Hervorragend angenommen seien laut Veranstalter auch die Nachwuchsrennen. Die Mädchen und Jungs hätten viele Familienmitglieder nach Albstadt mitgebracht, so dass schon frühmorgens viel los gewesen sei im Start-Ziel-Bereich. Stolz berichtete Stefan Salscheider (Skyder Sportpromotion) zudem, dass es trotz des dicht gepackten Zeitplans gelungen sei, am Samstag eine Pause für eine Hochzeit in der benachbarten Kirche einzuschieben, ohne dass darunter die Kurzmarathons – mit Rekordbeteiligung – gelitten hätten. Und am Abend sei beim von der Volksbank Tailfingen präsentierten Konzert von „Second Hand“ auf der Bühne „so richtig der Knoten geplatzt: Da haben wir eine richtige Party gemacht.“

Auf positive Resonanz gestoßen sei auch die Videowand auf der Bühne. Immer wieder gab es dort Live-Bilder von der Strecke zu sehen und Informationen über die Fahrer, die mit dem GPS-System von Black Tusk ausgestattet waren. Zudem habe sie bei der Siegerehrung einen tollen Hintergrund abgegeben, als noch einmal Rennszenen eingespielt wurden

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